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  der

 

  Woche

 

  2024

West-Portal im Konstanzer Münster:

Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein. (Foto: David McLion, Schwanden, 1942-2021)


Donnerstag, 3. April 2025 (Näfelser Fahrt)

 

Prachtsgäste zur Prachtsfahrt

 

Seit Jahren lade ich spezielle Gäste an die Fahrt ein. Als Etikette schiebe ich den Fridlibund des Kantons Glarus vor. Immerhin wird ja der Sant Fridli im Fahrtsbrief mehrmals als himmlischer Helfer zum Sieg bei der Schlacht bei Näfels erwähnt und seine Kirchenfahne wurde zu vorderst getragen.

 

Folgende handverlesene Gäste gaben der Näfelser Fahrt die Ehre:

Die illustre Gesellschaft vor dem Grabmal des ersten Schweizer Geneals NIklaus Franz von Bachmann nach dem Abschluss der Näfelser Fahrt und nach dem Hochamt.

vlnr

Fridolin Zweifel, Vorstand Fridlibund, Wangen SZ, Dr. Fridolin Bosshard, Gemen-deprä-dent von Unterägeri, Heidi Eberle, Fridolin Eberle, Administrationsrat Kt. St. Gallen, Bad Ragaz, Dekan und Münsterpfarrer Peer Berg, Bad Säckingen (D), Fridolin Hauser, Oberfridli des Fridlibundes, Näfels, Dr. sc. ETH Urs Hauser. Oberurnen,  Cornelia Leiser, Oberurnenen,  Maria Eisenring, Fridolin Eisenring, Kanzler Bistum St. Gallen, Gemeindepräsident Lichtensteig, Verteter der Ritter vom Heiligen Grab Jerusalem. ALle habensie irgendwann eine erfreuliche Rolle gespeilt und brachten ein Prachtslaune an die heurige Näfelser Fahrt. Drei Einge-ladenen mssten sich aus gesunheitlichen Gründen abnelden.

Diese Bild gibt einen Eindruck von den Prachtsgöste am Prachtstag. Im Hinergund der noch angeschneite Fronalpstock. (Foto Chris )

9 Uhr: Treffpunkt Café Märchy, Beuge bei KAffee und Gipfeli.

10 Uhr Treffpunkt Fahrtsplatz. Fahrtbrief, Fahrtspredigt

11Uhr  Denkmal: Landehymnne

12 Uhr Hochamt Hilariuskirche auf rewervierten Plätzen

13.30 Uhr Café Müller: Fahrtsmenue: Kalbewürste und Kartoffelstock, Dörrzwetschgen, Zwiebelsauce, zum Nachtisch: Pastetenbeggeli mit Zwetschgen- oder Mandelfüllung und Kaffee 

 

Bildergalerie als Erinnerung an die Traumfahrt 2025

 

 Anmarsch zu Fahrtsplatz

Seht Ihr, dort oben da Plattenkreuz! Erinnerungskreuz 1934 (1900 Jahre seit dem Tod Christi)

Peter Staub liest den ehrürdigen Fahrtsbrief. Die Ereignisse von 1386 und 1388 mit der Liste der gefallenen Glarner.

Die Fahrtspredigt hält Dekan und Pfarrer Daniel Prokop.

Die Begrüssungsrede hielt zum letzten Mal vor seinem Rücktritt Dr. Andea Bettiga, Landestatthalter. Er tritt auf die Landsgemeinde in den gesetzlich vorgeschiebenen Ruhestand.

Abschiedsgeste des Landesstatthalers, seine letzte Fahrtsrede und Telnahme an der Näfelser Fahrt in Frack und Zylinder.

Idaheim, das von der Urenkelin Ida von Müller der Gemeinde geschenk-te Haus mit der Auflage, Heim ür arme Kinder. Ed war das Haus von Ge-neral Niklaus Franz von Bachmann, dem ersten eidgenösssischenGe-neal. Er war auch Wiederentdecker des weissen Kreuzes auf rotem Feld, das später vom Bundesparlament zum Gesetz erhoben wurden.

Die SChweizer Fahne kommt gewissermassen aus Näfels.

Festakt beim Schlachtdenkmal (10. Gedenkstein) Das Denkmal wurde gegen den Widerstand von Regierung und Landrat 1888 als Jubilkäums-zeichen aus dem Volke durchgesetzt.

Die Fahrtsprozssion mündet und  endet schliesslich im feierlichen Hoch-amt, zelebreiert vom jeweiligen Pfarrer des Hauptortes,

Dekan und Münserpfarrer Peter Berg geniesst den Gotesdienst, einmal von der Kirchenbank aus und zelebriert nicht am Altar mit.

Die Solistinnen bei der Orchestermesse brillierten durch ihre glockenreinen Stim-men

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei... mit dem "Fahrtsmenü" Kalberwurst, Kartoffel-stock, Dörrzwetschgen und Zwiebelsauce und zum Nachtisch ein Glar-ner Paschtetli mit Zwetschgen- oder Mandelfüllung klang die diesjährige einma-lige Näflser Fahrt aus.


Donnerstag, 3. April 2025 (Näfelser Fahrt)

 

Eine Näfelser Fahrt mit Prachtswetter steht heute bevor!

Der Rautispitz, Wiggis, Bärenstich, Glärnisch grüssen zu einer Prachtsfahrt. Die Flaggen sind gehisst, in rund drei Stunden wird hier die Fahrtsprozession mit Regierung, Militär, Harmoniemusik, Kantonalgesangsverein,Tambouren und viel Fahrtsvolk vorbeischreiten.

 

9 Uhr Begrüssungsakt in den Schneisingen, 10 Uhr Fahrtsbrief und Fahrtspredigt von der Fahrtskanzel auf dem Fahrtsplatz, 11.30 Uhr Festakt beim Schlacht-denkmal, 12 Uhr Feierliches Hochamt in der Hilariuskirche,  13.15 Fahrtsmenu (Kalberwürste, Kartoffelstock, Dörrzwetschgen und eine Zwiebelsauce, zum Nachtisch äs Kaffi und äs Paschteeteäbäggäli) Nachmittags Jahrmarkt und Kinderreitschule auf dem Schulhausplatz. Freier Eintritt in den Freulerpalast.

 

Ich habe ein Dutzend Gäste.

Allerseits "ä schüüni Fahrt"!

Abends wiwrd es heissen,

"Äs hätt wider Lüüt gkaa we anärä Fahrt"

 

Die Landsgemeinde ist der Kopf der Glarnerinnen und Glarner,

die Fahrt das Herz!


Mittwoch, 2. April 2025

 

Morgen ist Näfelser Fahrt! Fahnen heraus!

 

Fridolin Bühler, Weesen/Näfels erstellt die Fahnenallee

Schon seit mehreren Jahren stellt Fridli Bühler im Schneisingen unmittelbar nach der Brücke vom Mühlebach zum Festplatz eine Fahnenallee auf. Mit Messband, Hebeisen, Alu-Leiter und Holzschlägel bringt er 2 Glarnerfahnen, 4 Glarus Nord-Fahnen, 2 Glarus Mitte-Fahnen, 2 Glarus Süd-Fahnen und 2 Schweizerfahnen in Reih und Glied. 2025 erstmals auch mit dem Fahnen der Gemeinden Glarus Mitte und Glarus Süd. Die erstellte Allee ist gewissermassen die Begrüssung des Regierungsrates in Frack und Zylinder, Seidenkrawatte und Gilet im Schneisigen, wo der Landammann oder Landesstatthalter die Begrüssungsrede hält.

Vierzehn Fahnen laden zum Treffpunkt auf dem Festplatz Schneisigen ein. Sie repräsentieren die Glarner Gemeinden, den Kanton Glarus und die Schweiz.

Diese Aktion ist Beispiel und Appell an die Bevölkerung zum Beflaggen. Der Kanton bereitet ja alles vor: Festplatz Schneisingen mit Rednertribüne und Banner, den Fahrtsplatz mit Fahrtskanzel, Bestuhlung und Beflaggung, das Denkmal mit Beflaggung.

Der Fridlibund appelliert auch die Näflesser Bevölkerung, ihre Häuser und Lie-genschaften, vor allem entlang des Fahrtweges, der durch die elf Gedenksteine markiert ist.

Hurra! Herzlichen Dank, Fridolin Bühler, im Namen des Fridlibundes! Super gemacht!

Beispiel Beuge

Beispiel Kurt Landolt Risi

Beispiel Gerbi

Fähnchengalerie an den Gartenzäunen der Gerbi


Mittwoch, 2. April 2025

 

Der vierte Gedenkstein nur mit Treppe erreichbar

 

Wäre diese Meldung bereits gestern veröffentlicht worden, würde man bestimmt einen Aprilscherz vermuten. Aber heute ist es wirklich wahr. Sie wird in die Geschichte eingehen als "Treppe von der Risi".

 

Nach der unerfreulichen Meldung vor einigen Tagen, der Stein sei "geköpft" worden, ist die neueste Enwicklung eine Überraschung. Per Zufall fuhr ich heute Morgen an der besagten Stelle des vierten Gedenksteins vorbei und war überrascht, dass dort vier orange-gekleidete flotte Kantonsarbeitern eifrig am Arbeiten waren. Rund um das Gedenksteinrudiment wurden Holzschnitzel sorgfältig verstreut und blitzsauber ausgeebnet. Doch meine Augen wurden immer grösser als mit Meter, Handsäge, Pickel und Schaufel eine mustergültige Treppe erstellt wurde. Der Zugang zum Gedenkstein war durch einen in den letzten neun Jahren gewachsenen Hügel versperrt. Angeblich ist die LIegenschaft parzelliert und der "Hügel" darf nicht abgebaut werden.

 

Ich unterhielt mich mit den krampfenden Männern neben der Garette und ihren Werkzeugen. Schliesslich brachten sie mustergültig noch ein Geländer an, so dass man von der Strasse in wenigen Treppenstufen zum gekürzten Gedenkstein gelangen kann. Auf meinen Einwand, wieso es eine Treppe bräuchte, da ja der Regierungsrat in den vorigen Jahren  strammen Schrittes und ohne dieser Jammerstätte eines Blickes zu würdigen auf dem Risisträsschen geradeaus marschiert sei, nur die Geistlichen seien in einer Kletterpartie zum Stein gelangt, antworteten die Herren in Orange. "Nänäi, dr Regiärigsrat muäs etz ä daa durä!" Diese Botschaft fand ich logisch und richtig; denn Regierung und Volk dürfen sich nicht von einem einzelnen Bürger in ihrem Gesetz und Brauchtum narren lassen.

 

So werden wir also morgen eine Neuerung in der ganzen unerfreulichen Geschichte rund um den sechsten Gedenkstein erleben. Gewiss werden die Herren Geistlichen die neue Treppe noch einweihen und einsegnen.

  

Ein Zufall wlll es, dass die "Treppe in der Risi" fünf Treppenstufen aufweist, eine symbolische Zahl, denn die Regierung besteht ja auch aus fünf Persönlichkeiten.

Die Treppe ist - wie man sieht - fachmännisch und perfekt erstellt. Noch fehlt das Geländer.

Keine Treppe ohne Geländer! Hier das Anbingen des unfallverhütenden Handlaufs von der Strasse -  eine Symbolik ist zu erkennen, die Sache rund um den vierten Gedenkstein wird von vier Fachkräften gelöst.

Einer der vier Herren stützt die kraftige Tanne, eine vorgeschriebene Si-cherheitsvorkehrung der SUVA (Schweiz. Unfall-Versicherungs-Anstalt), während der Arbeit. Immhin waren ja auch Famlienväter unter den Trep-penbauern.

Präzises Sägen, entsprechende, findige Belastung, höchste Konzentration

Im Hintergrund links, der geschändete Gedenkstein

Metermass und Brettergeländer - die Treppe kann öffenttlich besichtigt und begangen werden.

 

 

Zu denken gibt allerdings, dass der obere Teil des Gedenksteines nach wie vor verschollen ist. Wo mag der sein? Wer ist an einem solchen interessiert?

Ich glaube aber wohl fest daran, der Stein sei nicht als Reliquie ins Land der Unterlegenen der Schlacht bei Näfels, nach Oesterreich verschleppt worden.

Gespannt bin ich wie es der Regierungsrat bewerkstelligt, einen neuen

intakten Ersatz zu besorgen.

 


Dienstag, 1. April 2025

 

Das Obersee-Staafel Schwimmbad soll auch Stadtglarnern zur Verfügung stehen.

 

Glarus Nord hilft brüderlich Glarus Mitte aus

 

Seit Jahrhunderten pflegen wir im Glarnerland freundnachbarliche Hilfe gegen-über anderen Gemeinden. Nun hat der stolze Hauptort derzeit riesige Finanzpro-bleme. Schmerzhafte Eingriffe im Budget waren dringend notwendig. So soll u.a. das traditionelle Schwimmbad Glarus aus Spargründen geschlossen werden. Wir Nördler haben die Klagelieder und Bedauernskundgebungen in den Medien mit-bekommen und bedauern unsere Mitlandleute von Glarus sehr.

 

Nun hat der Gemeinderat auf Antrag der Gemeinnützigen Gesellschaft beschlos-sen, einen Ersatz anzubieten, und zwar mit dem Schwimmbad Obersee-Staafel. In weiser Voraussicht wurde dieses ja recht kostspielig, aber hocherfreulich un-längst modernisiert, ausgebaut mit einem Kiosk und bequemen Umkleideräumen ge-trennt für Frauen und Männer ausgestattet. Gemeinde und Schwimmbad-verein Obersee-Staafel gewähren den Stadtglarnern gerne ihre Gastfreundschaft an und stellen 500 Gratiseintritte für die Saison 2025 zur Verfügung. Inbegriffen sind auch die Kosten für Auf- und Abfahrt ab Bahnhof Näfels bis zum Obersee-Staafel, damit der Autoverkehr nicht überbordet. Diese Zusatzkosten werden aus den Überschüssen der eingeführten neuen Parkordnung, die unerwartet hohe Er-träge aus Bussengeldern einbrachte, subventioniert. Damit soll auch dem Natur-schutz und der schweizweit bekannten Idylle des Oberseetales Rechnung getra-gen werden.

 

Damit dem ganzen Projekt aber präventive Grenzen gesetzt sind, werden diese Gratiseintritte einstweilen auf 500 begrenzt. Daher werden diese Karten in einem freundnachbarlichen kleinen öffentlichen Festakt, am

 

                                          Dienstag, 1.April 2025 14 Uhr

 

vom Gemeindepräsidenten Glarus Nord dem Stadtglarner Gemeindeoberhaupt auf der Treppe des Gemeindehauses in Glarus übergeben.

 

Der Verkehr wird von 13.30 bis ca. 16.00 Uhr umgeleitet.

 

Aufgeboten ist auch eine ad-hoc Formation der Harmoniemusik Glarus. An-schliessend, zirka 14.30 Uhr, wird ein Teil die 500 Gratiskarten verteilt. Pro Fa-milie sind diese jedoch für Vater und Mutter und die Anzahl Kindergarten- und schulpflichtiger Kinder begrenzt. Mit Rücksicht auf das werktätige Volk sind da-von 100 Gratiskarten per Email bestellbar und werden durch das Los bestimmt. Als "Glücksfee" wird die Landratspräsidentin wirken unter notarieller Aufsicht des kantonalen Rechtsdienstes.

 

Interessierte mögen sich deshalb beim Gemeindehaus Glarus um 14 Uhr, spätestens 14.30 Uhr einfinden und sich mit ihrer ID oder ihrem Pass ausweisen. Die Gratiskarten werden nur an Kantonseinwohner abgegeben. Verhinderte können bis Mittags 12 Uhr per Email teilnehmen mit folgendem Formular .

senden per Email:   gratiskarten-oberseestaafel@bluewin.ch


Montag, 31. März 2025

 

Manchmal bin ich dümmer als die Polizei erlaubt...

 

Warnung vor Haustürbettel

 

Letzte Woche läutete abends spät, es mag gegen 22 Uhr gewesen sein und war stockfinster, die Hausglocke. Erstaunt, wer sich so spät noch meldet, öffnete ich im ersten Stock das Fenster.

 

"Sie, ich bin in einer entsetzlichen Situation. Ich wohne im Wydenhof 2 und habe mich rausgeschlossen. Ich beabsichtige nun im SGU/lintharena zu übernachten, das kostet mich 88 Franken, ich habe aber nur 50.- bei mir. Ich gebe Ihnen gerne mein Velo oder meine Uhr als Pfand, und ich komme morgen früh, ihnen das Geld zurückzuzahlen."

 

Da es mir im Leben im gut ging und da wir uns in unserem Quartier gewohnt sind, hilfsbereit zu sein, liess ich dem armen und unglücklichen Mann ein Fünf-zigernötli runterflattern. Er bedankte sich mehrmals und ging mit seinem Velo wieder von dannen.

 

Ein paar Tage später traf ich mich zum Mittagstisch mit Kollegen und erzählte diese wundersame Geschichte. Ich konnte sie aber nicht zu Ende erzählten, sprang ein lieber Kollege auf. "Was? Bei dir auch?" Er erinnerte sich, im Nachbardorf eine ähnliche Begegnung gehabt zu haben mit fast der gleichen Story und der Pointe: "Da kannst noch lange warten, der kommt nicht mehr zu dir."

 

Er habe dann dennoch und ohne grosse Erwartungen eine Anzeige bei der Po-lizei gemacht und als Antwort ein ganzes "Sündenregister" des Betreffenden er-halten.

 

Die 50 Franken werde ich verschmerzen, dennoch machte ich präventiv eine Anzeige gegen Unbekannt mit dem Hinweis auf den Fall des erwähnten Kol-legen, dem Ähnliches widerfahren war.

 

Eine aufgestellte Polizistin empfing mich und tippte alle Infos in den Computer.

Sie zeigte mir ein Bild eines möglichen Täters, den ich aber nicht zu identifizieren wagte, da ich ihn nur in der Dunkelheit gesehen hatte und niemanden falsch ver-dächtigen wollte.

 

Kurz danach kehrte ich für einen kurzen Kaffeeschwatz im Bistro ein. Plötzlich kam mein Fall zur Sprache "Ähää, deer?". Drei Tischgenossen lachten. "Deer isch im Kantuu bekannt..." Und sie nannten seinen Vornamen, wussten, wo er und wie lange gearbeitet hatte, dass er kürzlich noch Vater geworden sei und noch allerlei Details, aber niemand konnte mir seinen Familiennamen nennen.

 

Ein Tischnachbar versprach noch weitere Infos einzuholen, er kenne einen, der den Gesuchten auch kenne... und so bleibt der Fall in der Schwebe.

 

Nur eins will ich freimütig bekennen, der Dümmste von allen bleibt als Rolle mir vorbehalten. Wie kann man nur so leichtgläubig sein und auf die nächtliche Story hereinfallen...

 

Wenn immer Sie also einen ähnlichen "Besuch" erhalten, seien Sie lieber ein bisschen "übeltrüüter" als ich... oder halten Sie ein Fünzigernötli bereit....

 

 

 

Antworten kamen in Form von E-Mails mehrere, meiste "Leidensgenossen", die Ähnliches erlebt haben.

Ein anoynmer Antworer liess mir folgende Tafel zukommen:

 


Sonntag, 30. März 2025

 

Der vierte Gedenkstein am Fahrtsweg ist nur noch ein halber

 

Die Gemeinde Glarus Nord war entschlossen, diesem Ärgernis ein Ende zu set-zen. Dieses Ansinnen wurde aber durch den Regierungsrat vereitelt. Eine Inter-vention von Gemeindepräsident Martin Laupper und Landrat Thomas Fridolin Tschudi blieb erfolglos. Nächstes Jahr kann das 10-Jahre-Jubiläum dieser unge-lösten Situation gefeiert werden...

Der vierte Gedenkstein zum Neunten als Rudiment! Symbolisch reduziert, ein Sinnbild für die Zerrüttetheit des Zeitgeistes gegenüber dem in der Gesetzes-sammlung festgehaltenen Brauch, der sich seit 1389 aus der ursprünglichen Jahrzeit für die Gefallenen Glarner zur heutigen Institution entwickelt hat. Es ist verwunderlich, dass ein einzelner Bürger sich gegen den gesetzlich grundgelegten Brauch eines ganzen Kantons erschweren kann.

 

 

Der vierte von elf Gedenksteinen ist seit neun Jahren im Focus

 

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

2025

 

Zankapfel ist die dieser Gedenkstein, der die Route des Fahrtsweges anzeigt. Dieser ist durch die elf Gedenksteine von der Schneisingenwiese bis Mühlhäu-sern gekennzeichnet.

 

1. Stein: Schneisingenwiese, unweit nördlich des Fahrtsbegrüssungsplatzes

2. Stein: Schneisingenwiese weiter dorfwärts

3. Stein: etwas südlich der Einmündung des Fahrtsweges in die Risistrasse

4. Stein: unmittelbar beim Abzweig der Querstrasse Altweg von der Risistrasse

5. Gedenkstein: mitten in der Wiese unterhalb Risistrasse

6. Gedekstein: Fahrtsplatz

7. Gedenkstein: unmittelbar östlich der Kreuzung Herrenweg-Oberseestrasse

8. Gedenksein: Hirzenplatz/Gerbi

9. Gedenkstein: Letz östllich der Hauptstrasse

10. Gedenkstein: im Schatten des Schlachtdenkmals

11. Gedenkstein: östlich des Schlachtdenkamls bei den Mühlhäusern

 

2017 war der Stein zerbrochen und wurde notdürftig aufeinandergeschichtet.

Seit 2025 ist der obere Abbruchstein verschoilen.

 

Der zum Winzling gewordene Gedenkstein unter der Tanne, rechts wurde im Lauf der letzten neun Jahre ein Hügel angelegt, der den Fahrtsweg versperrt.

Vierter Gedenkstein vor 2017

Gedenkstein 2017

Damals war der Fahrtweg durch eine Leine gesperrt. Dank des unerschrockenen Handelns von Domherr, Dekan und Pfarrer Harald Eichhorn liessen sich die Prie-ster und die begleitenden Fahrtsbesucher vom Schutthaufen hinten rechts nicht abhalten.


Samstag, 29. März 2025

 

Trouvaiile

 

Als der "Müli-Sepp" noch mit Pferd den "Gküder" abholte....

Aus meiner Kinderzeit erinnere ich mich noch deutlich, wie jeweils Josef Landolt-Müller, genannt genannt "Müli-Sepp", einmal die Woche in den Näfelser Strassen mit einem Zweispänner und einem Müllabfuhrwagen (ursprünglich von Winterthur) fuhr, um Kehricht ("Gküder") einzusammeln.

Sehr spärlich, denn damals gab es kaum viel Abfall. Die Menschen hoben alles auf, ("mä chäntt's wider ämaal bruuchä"). Das meiste Papier-, Karton und die ersten Plastikverpackungen wurden im Holzofen verbrannt.

Alteisen bracht man zum "Worni Bärni" bei der Burg. Vieles wurde einfach in die Bäche hineingeworfen und Ghüder landete auf der "Hüürbi" im "Tschachen" südlich des Dorfes oder im "Schärhuuffä" (nördlich des Dorfes Höhe heutiges SGU/lintharena).

 

Die erste "Gküderabfuhr" wurde noch auf einem "Bruggäwagä" eingesammelt, später kamen "moderne" Gküderwagen, aber immer noch Pferdegespanne, in die Quartiere. Man müsste "Gküder-Historiker" befragen, wann die "Ghüderabfuhr" motorisiert wurde. Heute sind es mächtige Kehrricht-Lastwagen, die die in gebührenpflichtigen Abfallsäcke verpackten Abfälle, jeweils Dienstag und Freitag abholen. Organge gekleideete Abfuhrmänner fahren auf den Trittbetten im Heck des LKWs mit und hüpfen auf die Strasse, wenn sie bereitgestellte Säcke bei den Haustüren sehen und werfen sie in den Wagen, wo automatisierte Klappen den Kehrricht zusammenpressen.

Sepp Landolt-Müller hatte praktisch das Monopol im Dorfe und verrichtete diese Dienste mehrere Jahrzehnte lang. Heute besorgt die "Ketrag" das Abfuhrwesen.

Später kamen Container für Blöcke oder Firmen dazu. Heute sind Unterflur-anlagen im Kommen.

Die heutigen Container sind schon bald Geschichte; denn immer häufiger sind Sammelstellen mit Unterfluranlagen im Einsatz.

 

Daneben sind Kehrrichtsammelstellen in der "Burg" eingerichtet, die zu einem eigentlichen "Kehrichtourismus" geführt haben.

Separat führen Vereine Papiersammelaktionen durch.

Aus der ursprünglichen "Ghüderfürmä" ist ein professionelles, wohlorganisiertes Team geworden. Die Ketrag besorgt auch Kanalreinigungen und stellt Strassen-wischgefährte zur Verfügung.


Samstag, 29. März 2025

 

Freundeskreis Näfels/Glarus Nord tagte

 

Ein Bericht aus dem "Südkurier*

Vorstand des Freundeskreises Näfels/Glarus Nord, Bad Säckingen


Stehend von links: 

Jürgen Huber (Kassierer)Ursula Schöneich (Schriftführerin),
Marina Nesselhauf 
(Beisitzerin)
Knut Nesselhauf (1. Vorstand /Präsident)Gabriel Hieke (2. Vorstand/Vizepräsidentin), Günter Schöneich (Beisitzer) 
Sitzend von links: Winfried Ays (Gründerpräsident) Wolfgang Lücker (Beisitzer)

 

 

Zufriedener Rückblick auf volles Programm

 

Freundeskreis Näfels/Glarus Nord lässt die Aktivitäten des vergangenen Jahres bei der Hauptversammlung Revue passieren

 

Bad Säckingen. Zur Jahreshauptversammlung traf sich der Freundeskreis Näfels/Glarus Nord im Hotel/Restaurant „Zur Flüh“. Wahlen standen dieses Jahr keine an, so konnte die Zeit für einen Jahresrückblick durch den Vor-sitzenden Knut Nesselhauf genutzt werden. Nesselhauf erwähnte, dass der Verein derzeit 176 Mitglieder hat.

 

Der Reigen der Aktivitäten im vergangenen Jahr begann mit der Fahrt am 1. März zur Jahreshauptversammlung des Freundeskreises in Näfels. Am 10. März wurde in Bad Säckingen das Fridolinsfest gefeiert. Dazu reisten 16 Per-sonen aus Näfels an, die hier gemeinsam das Fest und den Tag verbrachten. Am 21. März fand die eigene Jahreshauptversammlung statt. Am 4. April fuhr eine Bad Säckinger Delegation, bestehend aus 15 Personen zum traditionellen Fahrtstag. Ebenfalls im April begrüsste Fridolin Hauser eine grosse Gruppe sowohl aus Näfels als auch aus Bad Säckingen zur Feier seines Ge-burtstages in Bad Säckingen. Der Jahresausflug führte den Freundeskreis im Juli unter der Führung von Franz Schwendemann nach Strassburg und Brei-sach und anschließend übers Elsass wieder nach Hause. Im August wurde in Näfels das gemeinsame Sommerfest gefeiert. Es war sehr heiss an diesem Tag, aber die Besucher wurden vorzüglich von den Näfelsern Freunden bewirtet. Der Herbstausflug  fand am 19. Oktober statt und führte zur Besichtigung des Bio-Weinguts Kaufmann in Efringen-Kirchen. Alles in allem war es ein gelungenes Erlebnis mit vielen Eindrücken. Der Jahresausflug 2025 führte den Verein am 23. Mai ins Elsass.

Zum Abschluss der Sitzung gab es einen sehr interessanten Diavortrag von Karl Braun über Näfels, die Nachbardörfer und den Kanton Glarus. (pm/fli)

 

Fridlini 2012: Landammann Dr. Andrea Bettiga überreicht die prächtige Wappen-scheibe des Kantons Glarus an Bürgermeister Alexander Guhl (link), recht "Sigi" Fridolin Beglinger, als Glarner Standesweibel mit Stab. Kursaal Bad Säckingen. Die Wappenscheibe hängr mit den analogen Wappen der Gemeinde Näfels und der emeinde Glaus Nord im Aufgang zum Kursaal.

Wappen im Aufgang zum Kursaal


Freitag, 28. März 2025

 

Trouvaille

 

Ein Näfelser Produkt von 1934

REGULAS Backpulver – und Ihr Gebäck gelingt immer

 

Edouard Stiefel,1934

 

gefunden bei Aritifiche Suisse


Donnerstag, 27. März 2025

 

Sehens- und hörenswertes Interview

zwischen

 

Roger Köppel (Weltwoche)

 

und

 

Herbert Kickl (Österreich)

 

  1. Vor 4 Stunden · Video: FPÖ-Chef Herbert Kickl diskutiert seinen Wahlsieg, die geopolitische Rolle Russlands und den aktuellen Zustand der EU als Schlüsselthemen.

https://weltwoche.ch/daily/video/russland-war-immer-ein-verlaesslicher-partner-fpoe-chef-herbert-kickl-ueber-seinen-wahlsieg-die-internationale-lage-und-den-zustand-der-eu/


Donnerstag, 27. März 2025

 

Die "ungetrüwen Weesner"

Zeitgenössische Darstellung der Mordnacht zu Luzern

 

Quelle: 

https://www.radiopilatus.ch/zentralschweiz/luzern/die-mordnacht-von-luzern-136787978

 

Heute in einer Woche ist die Näfelser Fahrt. Traditionell wird der Fahrtsbrief auf dem Fahrtsplatz verlesen. Dabei war es früher Sitte, dass eine Delegation von Weesner unter der Fahrtskanzel verpflichtet war, sich anzuhören, wenn es im Brief hiess: "die ungetrüwen Weesener" (im Zusammenhang mit der Weesner Mordnacht, bei der angeblich Weesner dem Feind die Tore geöffnet haben sollen, worauf Glarner und Eidgenössische Besatzer im Schlafe erstochen worden sei-en. 

 

Nun meldet mir eine liebe Kollegin einen Ausspruch ihrer Grossmutter (Jahrgang 1896), die in der Jugendzeit immer wieder einem Vers gepflegt hätten_

 

"Uf Ammä ufä guu

und Schtei abäluu

und

de uutrüä Weesner erschluu"

 

Dieser Ausspruch zeigt wie nachhaltig das tragische Ereignis der Weesner Mordnacht im 19. und 20. Jahrhundert noch im Bewusstsein der Glarnerinnen und Glarner war. Die in der Mordnacht umgekommenen Opfer werden ja im Fahrtsbrief immer noch namentlich verlesen.

  

Fahrtsbrief Ausschnitt:

 

"...Es folgen die Namen derer, so in der Mordnacht ze Wesen umkom-men sind.

 

Erstlich

Konrad von Underauw von Uri und ein Knab, war syn sun

 

us Niderurnen

Heini Wäber Ruodi Grob & Heini Aeberli

 

us der Kirchhöri Glarus

Rudolf Schüblenbach Kuoni Aebli, genannt Runtzi

Ruodi Löffler

Wernli Rietler

Uoli Walcher 

Ruodi Kramer

Uoli Höss & Heini Wäber

 

us der Kirchhöri Schwanden

Heini Kläsi

Heini Keltz Hermann ab Bönigen & Ruodi Thung 

 

us der Kirchhöri Betschwanden

Hug Walen, zer Burg

Heini Wilhelm Ruodi Suser & Uoli Störi

 

us Linthal

Ruodolf Vogel

Ruodi Ott

Ruodi, Heini Vogels Sohn

Hans Tschudi & Herman Tschudi

 

us Särfthal

Ulrich Aellmer

Ruodi Kraucher

Hans Thöri

Aebli Neyung

Heini Sollmann.."

 

Quelle: Fahrtsbrief www.gl.ch

 

Nach der Schlacht bei Sempach 1386 besetzten die Eidgenossen die Stadt und zwangen die Einwohner zur Huldigung. 1388 öffneten die Ein-wohner der Überlieferung zufolge jedoch Truppen des österreichischen Herzogs Albrecht III. von Habsburg heimlich die Stadttore, so dass es in der Nacht vom 21. zum 22. Februar zur «Mordnacht von Weesen» kam, in der ein grosser Teil der eidgenössischen Besatzung getötet wurde. Nach der Niederlage des Herzogs bei Näfels am 9. April 1388 zerstörten die Glarner und Eidgenossen als Racheakt die habsburgische Stadt und setzten im Friedensschluss 1394 durch, dass die dass die Stadt nicht wieder aufgebaut werden durfte.

Auf dem Areal der alten Stadt wurde 1838 mit dem Bau des Schulhauses erstmals wieder gebaut. Heute ist das ganze Areal überbaut." 

 

(aus: Wikipedia "Weesen")

 

Auf der Homepage von "Weesen" steht u.a.:

 

"Nach der Schlacht bei Sempach 1386 nehmen die Eidgenossen das habsburgische Weesen ein. In der Nacht vom 22./23. Februar 1388 öffnen Weesner Bürger den Habsburgern die Tore. Diese töten 34 Mann der Eidgenössischen Besatzung. Andere können fliehen. Dieses Datum geht als «Mordnacht von Weesen» in die Geschichte ein. Am 9. April 1388 versammelt sich das habsburgische Ritterheer in Weesen. Es war verstärkt durch Bürger und Knechte und diese greifen unter der Führung des Grafen von Toggenburg das Land Glarus an. In dieser von den Eid-genossen gewonnenen Schlacht bei Näfels liegen unter den 1700 ge-fallenen Eidgenossen auch 42 Weesner Bürger. Kurz darauf wurde das damalige Städtchen Weesen am 11. April 1388 niedergebrannt.

 

Unklar ist, wer diesen Brand verursacht hat. Eine Theorie geht dahin, dass die Weesner selber das Städtchen angezündet haben, weil sie be-fürchteten, dass die in Näfels siegreichen Eidgenossen sich an den Weesnern für die im Februar stattgefundene Mordnacht rächen wollten. Deshalb hätten Weesner selber das Städtchen angezündet und seien geflohen.

 

1394 kam es zum Friedensschluss mit den Eidgenossen und das Städtli wurde wieder habsburgisch/österreichisch. Es wurde vereinbart, dass das Städtli nicht mehr am gleichen Ort errichtet und nicht befestigt werden durfte..."

Weesen um 1839


Dienstag, 25. März 2025

 

Ära Georges Müller 40 Jahre Stiftungsrat

 

Wechsel im Freulerpalast Stiftungsrat

 

 

Georg Müller-Harder, Thomas Kistler und Karljörg Landolt (von links nach rechts) vor dem Eingangsportal des Freulerpalastes in Näfels • Foto: zvg

 

Departement Bildung und Kultur 

 

Nach fast vier Jahrzehnten im Stiftungsrat der Stiftung für den Freulerpalast gibt Georg Müller-Harder sein Amt als Präsident ab. Sein Nachfolger wird Thomas Kistler, Niederurnen.

 

Nach nahezu 40 Jahren im Stiftungsrat, von denen er 36 Jahre als Präsident diente, gibt Georg Müller-Harder, Näfels, sein Amt und die spannende Aufgabe für das Baudenkmal Freulerpalast sowie das integrierte Museum des Landes Glarus weiter. Der Gemeinderat Glarus Nord hat alt Gemeindepräsident Thomas Kistler, Niederurnen, als Nachfolger gewählt. Er wird im 91-jährigen Bestehen der Stiftung erst der vierte Präsident sein. Thomas Kistler wird das Präsidium nach der Stiftungsratssitzung im Mai 2025 übernehmen.

 

Gleichzeitig mit Georg Müller-Harder wird Karljörg Landolt, Näfels, Vizepräsident und Quästor, zurücktreten. Er wurde 1982 noch von der Tagwengemeinde Näfels in den Stiftungsrat gewählt und hat darin verschiedene Funktionen ausgeübt. Bereits im Dezember 2024 ist Martin Laupper, alt Gemeindepräsident, nach 13-jähriger Stiftungsratszugehörigkeit zurückgetreten.

 

Diese drei Stiftungsräte waren Vertreter der ehemaligen Gemeinde Näfels, heute Glarus Nord. Die Gemeinde stellt jeweils vier Mitglieder der Stiftung, sodass sie noch zwei weitere Stiftungsräte ernennen konnte. Dies sind Benjamin Müller, Mollis, und Luca Rimini, Näfels. Beide werden ebenfalls in der Mai-Sitzung im Stiftungsrat begrüsst.

 

Quelle: Kanton Glarus


Samstag, 22. März 2025

 

Ein Nachtrag zum "Seppätaag"

  

Ich suchte eine Bild von Josefine Landolt, der sagenhaften Wirtin vom Berg-gasthaus Obersee.

Da ist es.

Fräulein Jungfer Josephine Landolt, Wirtin zum Oberseegasthaus.

Ihr Renommée als Wirtin reichte bis an die Landesgrenzen.


Samstag, 22. März 2025

 

ABS (Arnold Benedikt Stampfli)

 

Strahlendes Wetter 

                     Feierstunde in der Kirche

                                           Schlemmereien im Festsaal

Arnold Benedikt Stampfli - 95 und immer noch eifrig am Schreiben.

(Foto: Linth Zeitung)

 

Wohl eine Hundertschaft, mindestens aber soviele wie Arnold mit dem heutigen Tag Jahre zählt, nämlich 95 Verwandte, Bekannte, Freunde, Studenten und Offi-zielle waren da und fanden sich vor der Kirche im schmucken Dorf Rieden SG, ob Gommiswald ein.

Wahrzeichen von Rieden ist die neobarocke Pfarrkirche St. Magnus, die 1912–1914 durch den Architekten Adolph Gaudy erbaut wurde. Sie ersetzte eine 1769 errichtete, einfache Vorgängerkirche. 

In einer knappen Feierstunde, gestaltet durch die Tochter des Jubilaren,  wurde anhand von Requisiten das Leben von Arnold in kurzen Sequenzen vorgeführt. Musikalisch umrahmte den Anlass Max Gmür, der die Orgel schlug.Arnold B. Stampfli und Beatrice Mäder-Bernet habe ein sehr schönes Buch über diese Kirceh geschrieben.

Die Lektorin Rita trug eine passende Lesung vor (Die Letzten werden die Ersten sein), als Hinweis auf die Bescheidenheit des Jubilaren.

 

Vor und in diesem Gemeinschaftszentrum fand der gesellschaftliche und kulinari-sche Teil der Feier statt. (Apéro und Bankett)

Im Saal sprachen mehrere Personen: eine Verwandte, eine Journalismuskol-lege, der Gemeindepräsident Peter Hüppi, ein Gemeinderatskollege, ein Freund, der einstige Mitministrant von Arnold aus Montreux.

 

Kulinarisch perfekt, war nach dem Apéro eine ausgezeichnete Wurst mit Kartof-felsalat, es folgte eine Dessertauswahl vom Feinsten, später gab es noch Arnolds Lieblingsspeise Pasta mit drei Saucen zur Auswahl.

 

Wahnsinn: Jubilar Arnold Benedikt sprach aus dem Stand und Stegreif wohl eine gute Viertelstunde und unterhielt den Saal mit Erinnerungen, Episoden, Müster-chen und Dankesworten.

 

In Krawatte, weissem Hemd und gestylt - der Jubilar mit 95 Jahren. Seine Familie, seine Kommilitonen, seine Freunde, die Einwohnerschaft von Rieden, der Gemeindepräsident und ein Ratskollege sowie ein Berufskollege vom "Sarganserländer" waren da, um dem begabten und trotz Bescheidenheit berühmt gewordenen Mann Respekt, Ehre und Sympathie zu zeigen. Man spürte, dass Arnold in Rieden sehr beliebt und wohl gelitten ist. Und das Schöne: er schreibt immer noch!

Journalistenkollege Karl Duijts-Kronig mit Gemahlin. Der ehemalige Berufs-kollege und Redaktor vom "Sarganserländer" hielt eine erfrischende Rede in Reimen und mit Charme vorgetragen. 

Aus dem Glarnerland wurde das "Näfleser Manna", das es dort dank der Zuckerbäcker "vom Himmel regnet", herbeigeschleppt. Das Volk brüllte den Refrain mit. Aus dem Glarnerland waren wir selbstdritt zu Gast.

 

Samstag, 23. März 2025   95. Geburtstag Arnold Benedikt Stampfli ABS

 

Refrain:

Es lebe hoch und ohne Stress

der hochbetagte ABS!

 

Zu Gottes Wohlgefallen

geboren in Sankt Gallen

mit Wehen und mit Schmerzen

am zwäiundzwanzg‘sten Märzen.

 

Es lebe hoch und ohne Stress

der hochbetagte ABS!

 

Weil du so pfiffig bist

Wardst du ein Schurnalist;

Und ohne Konkurrenz

Für Bischofskomferenz.

 

Es lebe hoch und ohne Stress

der hochbetagte ABS!

 

Obwohl harmlos als Sünder

Student, Verbindungsgründer

ein richtig guter Macher

ich sage nur „Steinacher“

 

Erfolgreich warst du eh

dann an der HaaEssGee,

Doch eines war dir einerlei

zeitlebens warst du Autofrei.

 

 

Es lebe hoch und ohne Stress

der hochbetagte ABS!

 

Fuhrst immer mit der SBB

vom Boden- bis zum Genfersee.

Doch einmal schlug das Schicksal zu,

und dieses in Gestalt ‘ner Kuh.

 

Als Knirps, es war das kalte Grau’n,

warf diese dich grad übern Zaun.

Bewusstlos lagst du auf dem Boden

und konntest nicht mehr dich verroden.

 

Es lebe hoch und ohne Stress

der hochbetagte ABS!

 

Milch ist seither ein rotes Tuch

und Milchprodukt‘ für dich ein Fluch.

Du warst von vielem stets beflügelt

hast x-te mal ja auch gezügelt.

 

Doch schliesslich fand’st du deinen Frieden

Zwar ohne Bahnhof dann in Rieden.

Dein Herz war plötzlich hin und weg

mit Ann‘marie im Felsenegg.

 

Und Fitness machst du, hört man rufen,

auf 36 Treppenstufen.

Und dergestalt, sagt man verwundert,

wirst du mit Sicherheit noch hundert.

 

Es lebe hoch und ohne Stress

der hochbetagte ABS!

 

Und wenn es dann auch soweit ist,

wünsch ich mir als ein guter Christ:

und darauf bin ich wirklich scharf,

dass wieder ich dabei sein darf.

 

Es lebe hoch und ohne Stress

der hochbetagte ABS!

 

 

und damit das Leben auch recht munter weitergeht, bringe ich die ein Nahrungs-mittel, das ein langes Leben verspricht: Das Näfelser Manna!

 

Es regnet dank guten Zuckerbäckern auf uns Näfelser, und wir ernähren uns davon.

 

Es ist 100 Zentimeter lang, für jedes Jahr 1 Zentimeter.

 

95 Zentimeter für die bisherigen 95 Jahre,

5 Zentimerter bis 100.

 

Und wenn es soweit ist – und ich noch leben sollte – bringe ich dir einen weiteren Meter für das zweite Jahrhundert. 

 

Ad multos annos, lieber Arnold oder "Loki"! 

 

 

"Loki" war Mitbegründer der akademischen Hochschulstudentenverbindung

"AV Steinacher"

Hier ein Link zur Geschichte der "Steinacher" 

 

https://neu.avsteinacher.ch/index.php/infos/geschichte