Das
Bild
der
Woche
2018
West-Portal im Konstanzer Münster:
Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein. (Foto: David McLion,Schwanden)
Samsag, 29. Dezember 2018
Trouvaille
Die Alpenrösler-Familie Hauser - ds Bossäliinis
Oben links: Urgrossvater Fridolin Hauser-Müller (1827-1899)
Oben rechts: Urgrossmutter Magdalena Hauser-Müller (1826-1899) Bossäliinis, Tochter der Magdalena Müller-Boss, Oberurnen
Mitte links: Katharina Fischli-Hauser, Bäsi-Tiidi, Spenglerei (1865-1945)
Mitte Mitte: Konrad Hauser-Stengele, der berühmte "Lehrer Konrad" (1857-1936)
Mitte rechts: Melchior Hauser-Landolt, Buchbindermeister, Politiker, (1850-1934)
Unten Mitte: Lineli Hauser
Nicht auf dem Bild: Sohn Fridolin Hauser-Noser (1851-1898)
Ein Blick in die Genealogie öffnet hoch interessante Biografien:
202-158-113-75-42-16 Gen.6
Heinrich Fridolin Hauser von Näfels, Handelsmann, Drucker, im Loch und Herrenweg,
des Melchior Anton und der Maria Agatha Gallati No.158
* 1827 Jan.27. + 1899 Juni 9. am Fahrtsplatz
oo
1851 Feb.3. Magdalena Müller von Näfels und Oberurnen,
Druckerin, des Joh. Fridolin und der Maria Josefa Boss No.313
* 1826 Nov.4. + 1899 Nov. 27. am Fahrtsplatz
1851 Aug.9. FRIDOLIN JOSEF VIDE No.255
1853 Jan.28. JOH. MELCHIOR VIDE No.266
1854 Apr.2. Joh. Heinrich + 1854 Juni 6.
1855 Dez.12. Josef Mathäus + 1856 Juni 19.
1857 Nov.24. KONRAD VIDE No.267
1859 Okt.24. Maria Magdalena + 1864 Juli 19.
1861 Aug.2. Josef + 1861 Aug.18.
1864 Mai 23. Maria Magdalena + 1909 Juni 9. in Glarus im Bürger-Asyl
1865 Okt.16. MARIA KATHARINA vide Fischli No.172
* * *
172-131-92-68-31-25-15-11-9 Gen.9
Franz Fischli von Näfels, Spenglermeister,
des Heuschneider Jodocus Fridolin und der Vincentia Thoma No.131
* 1863 Mai 13. + 1919 Sept.14.
oo
1893 Sept.9. Maria Katharina Hauser von Näfels,
des Handelsmann Heinrich Fridolin und der Magdalena Müller No.202
* 1865 Okt.16. + 1945 März 7.
1897 Mai 11. FRANZ VIDE No.224
1901 Mai 24. FRIDOLIN VIDE No.243
1902 Sept.15. Maria + 1910 Okt.31.
* * *
255-202-158-113-75-42-16 Gen.7
Fridolin Josef Hauser von Näfels, Kaufmann, Alpenrosenwirt,
des Handelsmann Heinrich Fridolin und der Magdalena Müller No.202
* 1851 Aug.9. + 1898 Jan.22.
oo
1875 Juni 21. Katharina Noser von Oberurnen,
des Gemeinderat Ambrosius Melchior und der Maria Barbara Agnes Boss No.113
* 1852 Apr.6. + 1929 Juni 12.
1876 März 13. Fridolin + 1876 Aug.11.
1877 Feb.9. FRIDOLIN VIDE No.312
1878 Jan.28. Konrad + 1981 Apr.25. Schulrat, Orchesterpräsident, Violinist (*)
1879 Mai 10. KATHARINA vide I. Landolt No.401; II. Hauser No.352
1880 Aug.16. Roman + 1880 Dez.9. in der Alpenrose
1882 Juni 1. FRIDA vide Zingg No.3
1883 Juli 3. ROMAN FRANZ VIDE No.334
1884 Okt.19. Maria Magdalena + 1885 Apr.6.
1886 Feb.5. VITAL VIDE No.353
1887 Apr.30. EUGEN VIDE No.354
1889 Okt.8. Hermann + 1889 Okt.9. Fahrtsplatz
(*) Betrachtungen eines Hundertjährigen
Früh küsst die Sonne den Morgen. Autos flitzen durch die Strassen.
Ein Spiel mit Freude und Sorgen. Menschen fliehen in die Gassen.
Kinder lachen laut und singen, Freuen sich am bunten Leben.
Flöten und Gitarren klingen. Es kann kaum Schöneres geben.
Keine Grenzen kennt das Leben. Es besteht aus vielen Phasen,
stets wird es Freud und Leid geben. Und immer stellt der Mensch Fragen.
Kaum geboren, erlöscht ein Licht. Im besten Alter knickt ein Stamm,
er wirkte voll Kraft und Gewicht. Dort ein Häuflein Elend, ein Halm.
Nicht verzweifeln, stets noch hoffen. Vielleicht kann man noch gesunden.
Diese Frage bleibt nun offen. Manchmal heilen schlimme Wunden.
Das Leben liegt in Gottes Hand. Jeder Tag ist eine Gnade.
Danken soll man für dieses Pfand, für das Glück auf diesem Pfade.
Hundert Jahre Lebensdasein, und wenig Altersbeschwerden.
Ja, da fragt man sich, kann das sein. Es gibt oft Rätsel auf Erden.
Begrenzt ist das Glück im Leben. Auf einmal kommt die Stille.
Nur noch Ruhe anstatt Streben. Und warten auf Gottes Wille.
Konrad Hauser
* * *
256-199-152-111-77-62-44-24 Gen.8
Josef Martin Hauser von Näfels, Webermeister,
des Schreiner Kaspar Josef Anton und der Maria Verena Fischli No.199
* 1852 März 27. + 1883 Mai 2. an der Burg, an Phtisis pulm.
oo
1876 Aug.26. Elisabeth Feldmann von Näfels,
des Ziegler Balthasar Josef und der Maria Josefa Fischli 94
* 1856 Mai 26. + 1939 Feb.23. in Näfels
desp. 1884 Okt.20. vide Feldmann No.160
Hauser rettete in der Brandnacht vom 24./25.Apr.1874 aus der Mitte des
brennenden Gerbequartiers einen halbblinden Vetter unter eigener Lebensgefahr.
1877 Feb.22. Maria Elisabeth + 1971 Sept.23. in Näfels
1878 Apr.18. JOSEF ENGELBERT VIDE No.319
1879 Sept.26. Josefa Paulina + 1899 Juni 11. ledig, Fabrikarbeiterin, Bündtgasse
* * *
267-202-158-113-75-42-16 Gen.7
Konrad Hauser von Näfels, Lehrer,
des Heinrich Fridolin und der Magdalena Müller No.202
* 1857 Nov.25. + 1936 Jan.31.
oo
1882 Feb.19. Sophia Stengeli von Kaiserstuhl, Näherin,
des Schlosser Moritz und der Verena Scheubli
* 1860 Jan.21. + 1951 Jan.8. in Näfels
1882 Dez.2. Sophie + 1963 Juni 16. in Ingenbohl, Klosterschwester Fidelis
1884 Sept.7. Konrad + 1885 Apr.11.
1885 Okt.30. Elisabeth + 1928 Mai 27. in Ingenbohl, Klosterschwester Friderika Justina
1887 Jan.25. Konrad + 1912 Sept.13. in Bern, Apotheker
1888 Juli 19. Hedwig + 1888 Aug.19. Fahrtsplatz
1889 Okt.29. Hedwig + 1955 Dez.1. Klosterschwester Conradine
1891 Nov.29. Maria Katharina + 1950 Jan.23. in Näfels
1894 März 29. JOSEF VIDE No.362
1895 Dez.29. LEO VIDE No.411
1898 Nov.11. Sohn tot geboren, Fahrtsplatz
Während 55 Jahren Lehrer in Näfels, vide Gl.Vbl. 1932 Nov.7. beim Rücktritt, auch Gl.N. Vide Gl.Vbl. 1936 Feb.1. und 4.; 1937 Mai 20. H.H. Pfarrer Braun: "Lehrer Konrad"
* * *
266-202-158-113-75-42-16 Gen.7
Joh. Melchior Hauser von Näfels, Vermittler, Buchbinder, Kirchenvogt, Landrat, Armenrat, Gemeinderat, des Heinrich Fridolin und der Magdalena Müller No.202
* 1853 Jan.28. + 1935 Aug.10.
oo
1881 Okt.15. Katharina Agatha Landolt von Näfels,
des Bauer Joh. Balthasar Karl und der Katharina Magdalena Tschudi No.248
* 1862 Jan.19. + 1946 Feb.13. in Würenlos
Nekrolog vide Gl.Vbl. 1935 Aug.13.
1882 Sept.1. KATHARINA vide Märchi No.2
1884 Okt.3. MARIA MAGDALENA vide Klaus No.3
1890 März 13. JOSEF MELCHIOR VIDE No.346
1894 Juli 25. FRIDOLIN MELCHIOR VIDE No.400
Melchior Hauser, Näfels (Rösslistrasse), Papeterie, Buchbinderei, Einrahmungs-
geschäft.
* * *
Das obige Bild wurde mir freundlicherweise zugestellt durch Dr. Petra Hauser, Obergerichtspräsidentin des Kantons Glarus seit der Landsgemeinde 2018.
Donnerstag, 27. Dezember 2018
35 Südkoreanische Parlamentarier und Chefbeamte in Glarus
Sie kamen mit einem eigens für diesen Tag hergestellten Spruchband nach Gla-rus, um die Landsgemeindedemokratie zu studieren. Mit vom Kanton geschaffe-nen Landsgemeindefilm und den kompetenten Informationen von Landammann Dr. Andrea Bettiga, Landratsvizepräsident Dr. Peter Rothlin und Ratsschreiber lic. iur. Hansjörg Dürst gewannen die 35 Parlamentarier und Chefbeamten aus Süd-korea Eindrücke unseres Politsystems. (Foto: Hans Speck)
Inschrift auf Spruchband:
"Landsat Glarus & Association of Metropolitan and Provincial Council Steering Chairs 27. Dec. 2018"
Nein "Landsat" ist kein Tippfehler meinerseits. Die deutsche Sprache hat dem dem "Setzer" auf dem Plakat ein Schnippchen geschlagen und aus einem r ein s werden lassen. Kein Problem - wir haben ungekehrt alle Mühe koreanische Namen richtig auszusprechen.
Bericht von Hans Speck in: glarus24
35 Regional-Parlamentarier aus Südkorea interessierten sich im Rahmen einer mehrtägigen Studienreise durch verschie-dene europäische Länder unter anderem auch für die De-mokratie in der Schweiz. Was gebe es besseres, als sich an der Glarner Landsgemeinde, der ältesten Form der Schwei-zer Demokratie, zu orientieren? Die südkoreanischen Gäste wurden im Landratssaal von Landammann Dr. Andrea Betti-ga und Landratsvizepräsident Dr. Peter Rothlin herzlich will-kommen geheissen.
Was ein Krawatten-Austausch so alles auslösen kann, er-zählt die Geschichte vom Näfelser alt Gemeindepräsident Fridolin Hauser, alias Fridli Osterhazy. Die Landsgemeinde in Glarus, welche immer am ersten Maisonntag stattfindet, übt auch ausserhalb unseres Kantons eine erstaunliche Faszi-nation aus. Eine Faszination, welche immer mehr auch auf andere Länder übergreift, welche sich für das politische Sys-tem unseres Kantons, im Speziellen für die Glarner Lands-gemeinde, interessieren, um daraus zu lernen und Erfahrun-gen zu sammeln. Doch zurück zu Hausers Geschichte.
Was ein Krawatten-Austausch auslösen kann
Es war an der diesjährigen Landsgemeinde, als Hauser in der Nähe des Zaunplatzes zufällig auf die Schweizer Vize-Konsulin in Seoul, Esther Mächler-Murer und ihren Mann, den Schriftsteller Martin C. Mächler traf. Mit dabei eine Parlamentariergruppe aus der koreanischen Provinz Gyeon-ggido, angeführt von Parlamentspräsident Jeon-Jin Seok. Die koreanischen Gäste besuchten die Glarner Landsge-meinde, um das Schweizer Direct-Demokratie-System zu studieren und zu lernen. Glarus ist einer der wenigen Kanto-ne, in denen die Landsgemeinde, eine der ältesten Formen der direkten Demokratie, immer noch existiert. Als echter Glarner der Landsgemeinde gerecht werdend, trug Fridolin Hauser wie gewohnt seine dunkelrotfarbene Fridolins-Kra-watte, sein Antipode Jeon-Jin Seok eine blaugelbe, südko-reanische Krawatte «Marke Gwangiu City». Nach dem ersten Sich kennen lernen tauschten Hauser und Parla-mentspräsident Seok ihre Krawatten. Dieser folgenschwere, freundschaftliche Austausch zweier Krawatten war nun of-fenbar der Hauptgrund, dass sich die hohe südkoreanische Parlamentarierdelegation vergangenen Donnerstag auf ihrer Studienreise dafür entschied, auch dem Kanton Glarus einen Besuch abzustatten, um sich eingehend dem Thema «De-mokratie im Kanton Glarus» näher zu widmen.
Ulileul hwan-yeonghabnida
Der altehrwürdige Landratssaal war vergangenen Donners-tagvormittag für einmal nicht mit Mitgliedern des Glarner Parlaments besetzt, sondern mit einer ranghohen, 35-köpfi-gen Parlamentarierdelegation aus der Republik Südkorea. Landammann Dr. Andrea Bettiga und Landratsvizepräsident Dr. Peter Rothlin sowie Ratsschreiber Hansjörg Dürst blieben es vorbehalten, Land und Volk sowie die Glarner Landsgemeinde und ihre Abläufe den südkoreanischen Gä-sten näher vorzustellen. Ein deutschsprechendes Mitglied der Delegation übersetzte laufend die vielen anfallenden Fragen zum politischen System im Kanton Glarus, welche bereitwillig beantwortet und ins koreanische übersetzt wur-den. Seo Joun-Gi, Generalsekretär des höchsten Parlaments in Südkorea, bedankte sich für den überaus freundlichen Empfang und die vielen Informationen über die Demokratie im Kanton Glarus. Inwieweit diese Informationen dem Land Südkorea dienen, bleibt ungewiss. Jedenfalls waren die Gäste aus Südkorea begeistert vom Kurzaufenthalt im Kan-ton Glarus und gehen nach eigenen Aussagen mit vielen positiven Eindrücken nach einem kurzen Abstecher nach Deutschland zurück in ihre Heimat. Ob sie dereinst einmal der Einladung unseres Landammanns für einen Besuch an der Landsgemeinde Folge leisten, bleibt nur zu hoffen. In diesem Sinne jetzt schon ein herzliches «hwan-yeong».
Das Wunder am Han-Fluss
Die Republik Korea, auch Südkorea genannt, liegt in Ost-asien und nimmt den südlichen Teil der koreanischen Halb-insel ein. Die einzige Landgrenze ist die 243 km lange Gren-ze mit Nordkorea. Nordkorea sozialistisch und autokratisch, während im kapitalistischen, diplomatisch nach Westen ori-entierten Südkorea mit der Zeit eine parlamentarische De-mokratie etabliert wurde. Im Westen grenzt Südkorea an das Gelbe, im Süden an das Ostchinesische und im Osten an das Japanische Meer. Mit rund 51,7 Millionen Einwohnern zählt Südkorea zu den 30 bevölkerungsreichsten Staaten der Erde und mit über 500 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den dicht besiedelten Staaten. Etwa die Hälfte der Einwoh-ner lebt im Grossraum der Hauptstadt Seoul, einer Welt-stadt mit der viertgrössten Wirtschaft weltweit. Über zwei Millionen Menschen leben jeweils in den Städten Busan, Incheon und Daegu. «Das Wunder am Han-Fluss», wie die Zeit des rapiden Wirtschaftsaufschwungs ab 1962 genannt wird, machte Südkorea schnell von einem armen Agrarland zu einem modernen Industriestaat. Das Land ist Mitglieds-staat der Vereinten Nationen, der G20, der OECVDS, der APEC und des ASEAN+3.
Quelle: siehe www.glarus24.ch
Stramme Gäste aus Südkorea vor dem Bild des Heiligen Fridolin. Reiseleiter Deok Ju Koe übersetzte die Legende von Fridolin und Ursus als Weltpremiere auf Südkoreanisch. Dritter von links Landammann Bettiga, zweiter von rechts Landratsvizepräsident Rothlin.
Der Landratssaal stand ganz im Zeichen südkoreanischer Parlamentarier und Chefbeam-ten. (Foto: Hans Speck)
Lieber Fahradbügel
Ich schenke dir zu Weihnachten mein Fahrrad,
damit
* DU NICHT,
wie so viele, viele andere Fahrradbügel,
ein sinnloses und nutzloses Dasein fristen
musst.
---------------------------------------------------------------------------------------
Mir scheint, die Glarner haben Humor!
Namensänderungsantrag
Mit der Inkraftsetzung des neuen Park-Reglementes
darf sich Glarus, im Unterschied zu Glarus Süd und Glarus Nord neu
Parklingen im Glarnerland
nennen.
Die neueste Kreation der traditionellern Krippe in der Pfarrkirche in Amden ist wiederum ein Wurf, den man gesehen haben muss. Neu ist der Stall, neu die Idee, die Drei Weisen aus dem Morgenland in eine aus einem Baumstamm gesägte Nische zu stellen. Einen beson.-deren Reiz bietet der Anblick der Totale durch den Sonnenlichteinfall. Aufnahme am Weih-nachtstag 25. Dezember 2018, nachmittags cirka 15 Uhr. (Foto: Markus Hauser, Zug)
Und hier der Eintrag ins Gästebuch:
Weihnacht 2018
Und wieder sind die heil’gen Weisen
dem Sterne nach auf ihren Reisen
und suchen wie schon ehedem
das kleine Städtchen Bethlehem.
Sie machen ohne Hetz’ und Hast
in Amden bei der Krippe Rast
und bringen da wie immerdar
dem Kinde die Geschenke dar.
Ich sage es hier unverblümt:
Ihr seid ja balde weltberühmt!
Das Werk, das Ihr da jährlich baut,
ist auf der ganzen Welt vertraut.
Habt Dank! Ihr mached öppis Täfels!
Das sägä-n-ich und bi vu Näfels!
Und nuch ä Grüäz ä Üü’ri Büäsi
Sehr häärzli, Fridli Oschterhäsi!
25.12.2018
Bildergalerie: siehe Rubrik "Dies und Das"
Donnerstag, 20. Dezember 2018
Sebstianskapelle Schänis auf Festtags-Grusskarte
Welche Überraschung! Heute trifft als Grusskarte mit besten Wünsche dieses historische Bild der Sebastiankapelle in Schänis ein! Diese Kapelle ist für Näfelser ein ganz besonderer Ort. Immer im August findet nämlich in einer Herrgottsfrühe eine Fusswallfahrt von Näfels nach Schänis statt. Mit Kreuz und Fahne wird ab der Hilariuskirche ausgezogen. Im Autschachen werden Kreuz und Fahne abgenommen und dann bis zum kleinen Wäldchen zwischen Linthbord und Kapelle getragen. Beim Glockenklang der einzigen Glocke der Sebastiankapelle zieht die Prozession ein. Der Näfelser Dorfpfarrer zelebriert den Pilgergottesdienst, hält eine der Situation angepasste Predigt. Im Anschluss wird im "Pilgerrestaurant", dem Restaurant Windegg, eine Pilgerwurst vertilgt, ein Eintrag ins Pilgerbuch gemacht. Dann geht's zu Fuss wieder heimwärts. Die Sebastianprozession wird im Volksmund auch "Spengler Cup" genannt, weil Spengler Franz Fischli bis in hohe Alter keine Prozession ausfallen liess. Sein Sohn führt diese Tradition fort.
Um dieser Karte eine Symbolik abzugewinnen: Weihnachten ist weltweit eine uralte Tradition wie die Sebastianprozession, die zur Verinnerlichung gemahnen.
Die Stille des Ortes mag auch an die Stille Nacht erinnern. Der Wunsch "friedvolle Weihnacht" mag die ähnliche Sehnsucht nach Frieden unter den Menschen haben wie die damaligen Prozessionen aus dem ganzen Umkreis Gaster, Weesen, Amden, sogar Murg von früher haben, als in den Wirren der Reformation gar Religionskriege geführt wurden. Und der Ausblick auf das nächste Jahr mag etwas von der Hoffnung ausdrücken, die die Näfelser immer noch bewegt, als einzige Pfarrei, die Pilgerschaft zum Chapeli von Sankt Sebastian, hochzuhalten und zu pflegen.
Hier noch ein Hinweis zur Geschichte:
Kapelle St. Sebastian "In den Eichen" an der alten Linth
Urkundlich erwähnt wurde die Kapelle erstmals 1479, ihre Gründung jedoch ist nicht nachweisbar.
Eine Inschrift in der Kapelle besagt, dass die St. Sebastianskapelle 1512 an Stelle einer älteren Kapelle weitgehend neu gebaut wurde.
1653 bekam die Kapelle einen neuen Hochaltar. 1893 erfolgte der neugotische Umbau der Altäre, Ausmalungen und Glasmalereien.
1984 wurde die statische Sicherung des Chores vorgenommen und 1993 erfolgte die Gesamtrestaurierung.
Hinter der Kapelle kommt ihr ins Naturschutzgebiet Tschächli am alten Flusslauf der Linth
Die Sage von der Sebstianskapell zu Schänis
Die Sebastianskapelle zu Schänis ist wohl eines der ältesten Gotteshäu-ser der Talschaft. Ihre Gründung ist historisch nicht nachweisbar. Die Sa-ge aber erzählt:
Gegen Ende des achten Jahrhunderts herrschte in dieser Gegend unter Menschen und Vieh eine gefährliche Seuche. Da gelobte der fromme Hunfried, Gaugraf von Rätien, die Kapelle zu bauen, um von Gott Hilfe in dieser Drangsal zu erstehen. Der heilige Sebastian wurde der Schutz-patron des Stiftes, und das Land Gaster führte bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft diesen Heiligen in seinem Banner.
Am Lichtmesstage 1529 drangen die Bilderstürmer auch in unsere Ka-pelle ein und zerstörten ihren Schmuck. Vier Jahre später wurde durch den Weihbischof von Chur das Kirchlein dem alten Gottesdienste zu-rückgegeben.
Der Volksmund erzählt - und das stimmt mit dem Gesagten wenig über-ein - das Bild des heiligen Sebastian stamme von Linthal her. Dort sei es zur Zeit der Religionswirren in die Fluten geworfen worden, in denen es aufrechtstehend nach Schanis getragen worden sei. Bei der Sebastians-kapelle hätten es die Wellen ans Land, gesetzt, weswegen es hier seinen Platz gefunden.
A. Fraesel, Pfarrer (Die hl. Sebastianskapelle zu Schänis. Uznach,
Ober-holzer, 1896.)
Quelle: Sagen des Kantons St. Gallen, Jakob Kuoni, St. Gallen 1903, Nr. 374, S. 211f
Für SAGEN.at korrekturgelesen von Irene Bosshard, Juni 2005.
http://www.sagen.at/texte/sagen/schweiz/st_gallen/schaenis.html
Mittwoch, 19. Dezember 2018
Bizarre Darstellung des Fridolinsmünster in Bad Säckingen
Diese bizarre Aufnahme des Fridolinsmünsters in Bad Säckingen flog mir als Weihnachts-karte von einem langjährigen Bekannten und Freund der Fridolinsstadt zu. Es ist eine ganz besondere Sicht aus Südosten und mit besonderer Technik aufgenommen und verarbei-
tet. Rätsel geben die verschiedenen Farben und die offenbar bewusst gewollte Unschärfe
auf. Die eins zu eins Wahrnehmung der historischen Baute am Wirkungsort des heiligen Fridolin durch das menschliche Auge ist nur eine Wahrheit. Es gibt ungezählte andere Ge-sichtsweisen mit verschiedenen technischen "Augen" und unendlichen Darstellungs-möglichkeiten und Formaten des gleichen Betrachtungsgegenstandes. Man weiss nicht, wie andere Lebewesen wie Tiere das gleiche Objekt sehen.
So gesehen kann ein Verzerrung wie auf dem Bild aufzeigen, wie viele verschiedene Wahr-
nehmungen, Gesichtsweisen und Reproduktionsweisen der gleichen Sache möglich sind;
auch wird einem bewusst, dass es nicht eine Wahrheit, sondern ungezählte Realitäten und Fiktionen gibt. Und das ist alleweil ein Grund, dieses Bild als Bild der Woche auf meiner Homepage festzuhalten. (Foto: unbekannt, möglicherweise aufgenommen mit der Kamera meines Freundes, der mir diese Aufnahme als Motiv auf der Weihnachtskarte zugestellt hat.)
...und die Reaktion darauf
Postwendend kam Antwort zurück, als dem befreundeten Fotografen mittegeteilt wurde, sein Kunstwerk sei als "Bild der Woche" auf meiner Homepage. Drei Bilder kamen ergänzend zurück, alle drei sehenswert!
So sollte die Aufnahme richtig ein...also doch von Nordwesten und als Spiegelbild im Rhein
So ist sie richtig!
"...das Münster auf den
Kopf zu stellen und dann noch Seiten verkehrt, hat mich doch sehr überrascht.
Bei entsprechenden ruhigen Wasserverhältnissen spiegeln sich die Münstertür-me im Rhein. Wenn ein leichter Wind weht, kommt es zu diesen fliessenden Lini-en. Ein Originalfoto als Grundlage für die farbliche Veränderung ist beigefügt.
Ich wollte die Welt bzw. auch die Kirche nicht bewusst auf den Kopf stellen, in Bad Säckingen steht sie auf dem Kopf.
Dieses Foto des sich spiegelnden Münsters kann man ja nur vom Schweizer Ufer aus machen. Das Foto symbolisiert im gewissen Sinn den grenzüberschreiten-den Charakter und wurde für meinen Schweizer Freund gewählt.
Denn das Beste, was wir von der Schweiz bekommen haben, ist nicht etwa die Schokolade, sondern den Rhein. Wenn bei uns so schön gesungen wird: “Oh du wunderschöner deutscher Rhein”, dann wird oft vergessen, dass der Rhein sei-nen Ursprung in der Schweiz hat.
Allerdings hält es der Rhein nicht lange in der Schweiz aus und berührt auch nicht den Kanton Glarus. Daher ist das Spiegelbild des Münsters mit den Türmen nicht bekannt.
Bei dem fliessenden Wasser im Rhein habe ich auch an den griechischen Philosophen Heraklit und seinen Ausspruch gedacht, panta rhei – alles fliesst...
Auch wenn es bei den bilateralen Abkommen zwischen der EU und der Schweiz noch harzt: Vielleicht fließt es irgendwann einmal.
Dies nur wenige Zeilen eines kleinen, unbedeutenden, nicht studierten Men-schen.
Übrigens habe ich eine ganze Foto-Reihe von unterschiedlichen Spiegelungen und farblichen Veränderungen gemacht, bedingt auch durch das Niedrigwasser des Rheins..." (E-Mail 20.12.2018)
Bild oben: bei fliessendem Rhein: Bild unten: bei Windstille
(Fotos: Karl Braun, Bad Säckingen)
Freitag, 14. Dezember 2018
Die originelle Weihnachtskarte
des
Exilnäfelser, Zinkografen und Fotografen Heinz Landolt
Man nehme die Festschrift "Novalis-Nevels-Näfels - Das Rautidorf", Jubi-läumsbuch aus Anlass der 600-Jahrfeier der Schlacht bei Näfels 1388-1988, herausgegeben vom lokalen Jubiläumskomitee Näfels, Projekt-leiter: Christian Schüpbach, und öffne den Innendeckel mit einer kleinen Widmung und Anspielung auf den Vater des Fotokünstlers Heinz Landolt,
Milchmann "Müli-Wisi" mit Milchtanse und Litermass und der Gesprächs-blase "Milchmaa: Wöfel bruucheder?" und fotografiere das Ganze... und simsalabim ist eine Grusskarte auf Weihnachten 2018 und Neujahr 2019 versandfertig! Falsch! Es sieht nur wie eine Widmung im Buch aus. Der Fotograf klärte mich auf. Das Buch war schon lange in seinem Besitz, aber die Strichzeichnung war ein Gekritzel auf dem Couvert meiner Neujmahrskarte des letzten Jahres. Typisch Heinz! Er bringt es fertig, Buch und Zeichnung so aufzulegen, dass es wie eine Buchseite aus-sieht! Heinz Landolts Kreativität kennt keine Grenzen!
"Lieber Heinz, Dangg häisch! Und ä Grüäz a dr Frau Marianne, ä Netschtäleri? Vu Näfels uff Diätikä!"
Donnerstag, 29. November 2017
Adventskranzschwinger zum Fünfzehnten
Zum 15. Mal trafen sich die "Adventskranzschwinger" am Mittwoch vor dem ersten Adventssonntag im Hilarisaal der alten Kaplanei, um die zur Tradition gewordene Gepflogenheit, Adventskränze zu binden zu pfle-gen. Trotz gesundheitsbedingter Abwesenheit einiger Adventskranz-schwinger und einige durch andere Termine Verhinderte, insgesamt acht Absenzen, waren nach einer guten Stunde 10 "Meisterwerke" einsatz-bereit. Als Betreuerin wirkte wiederum Sonja Landolt-Schellenberg als Delegierte des Frauen- und Müttervereins Näfels und Umgebung. die aber angesichts der sehr selbständigen Advenzkranzkreatoren Zeit für einen eigenen Kranz hatte. Nach getaner "Arbeit" fand wiederum der ob-ligate Hock statt, diesmal mit Leckereien aus der Zuckerküche von Marie Louise Ackermann in Gestalt feinster Gebrannter Crème mit Nidelauf-guss und der üblichen Politikdebatte der lokalen, kirchlichen und globa-len Lage der Nation.
Chrisäste organisierte wiederum Josef Fischli bei der Forstabteilung der Gemeinde Glarus Nord.
Unser BIld: Albert Ackermann, Josef Fischli, Fridolin Hauser, Christian Widmer, Hans Widmer und Martin Böni sen. (Foto: Sonja Landolt)
Weitere Bilder folgen.
Mittwoch, 28. November 2018
Fridolin Landolt spendete zum 125. Mal Blut
Am 27. November 2018 hat Fridolin Landolt, Hüsliberg im Schwändital, seine 125. Blutspende geleistet: Dies in einer Zeitspanne von rund 30 Jahren, bei einem Zeitaufwand von etwa 250 Stunden und rund 3000 km Autofahrt ins Spital Linth in Uznach. Pro Blutspende wird etwa vier Deziliter Liter Blut gewonnen; Fridolin Landolt hat also in all den Jahren insgesamt rund 50 Liter Blut gespendet. Seine Blutgruppe O+ pos. ist sehr gefragt. Im Dankesschreiben schreibt die Leiterin des Blutspendedienstes und Labors Petra Noordmans : «Mit Ihren Spenden haben Sie einen wertvollen Beitrag zur Genesung von zahlreichen kranken und verunfallten Patientinnen und Patienten geleistet. Dieser selbstlose Einsatz verdient grosse Anerkennung und Wertschätzung. – Es ist unsere Aufgabe, die Blutversorgung im Spital Linth sicher zu stellen. Erfüllen können wir dies Aufgabe nur, wenn Menschen wie Sie uns mit ihrer Blutspende dabei helfen. Im Namen vieler Patientinnen und Patienten, die von Ihre Einsatz profitiert haben, möchten wir Ihnen deshalb danken…»
Nach seinen Beweggründen gefragt, meinte Fridli: «Ich hatte ständig lästiges und schmerzhaftes Kopfweh. Da meinte eine Krankenschwester zu mir, ich soll es mit Blutspenden probieren. Und siehe da – das Kopfweh war verschwunden. Seither hat sich Blutspenden bewährt und dient ausserdem noch einem guten Zweck.
Dem Blutspendejubilaren sei herzlich gratuliert und potentielle Blutspender seien ermuntert, seinem Beispiel zu folgen. F.O.
Dienstag, 20. November 2018
Trouvaille
Arbeiter- und Arbeiterinnenverein Näfels
(aus dem Bildarchiv von Hans Oswald, Mollis)
Vermutlich auf einem Ausflug des Arbeiterinnen- und Arbeitervereines Näfels. Dürfte in den fünfziger Jahren sein. Namen soweit möglich:
v.l.n.r.: Dobler-Tschudi ?, Franz Hauser, Alfred Böni, Sigrist, Frau Dobler-Tschudi. Kaspar Schwitter, Rauti, ? Anna Schifferle-Mächler, Landolt, Haltli?, ?, Landolt Babett, Haltli?, Roman Fleisch sen., ?. Klara Oswald-Rusterholz, Albert Grüninger, Kirchenfahnenträger, Cécile Fischli, Bergschul-Arbeitslehrerin, Anna Leiser-Schwitter, Knabe unbekannt, Maria Fleisch-Landolt, ?, Walter Schifferle-Mächler sen., Hans Landolt-Grieb, Heinrich Bünzli?. (Foto: Archiv Hans Oswald)
Freitag, 16. November 2018
Dr. Gustav Künzler-Kuhn, Bad Ragaz,
viele Jahre in Mollis und Glarus,
langjähriger Direktionssekretär Militär- und Polizeidirektion des Kantons Glarus
verstorben
Dr. iur. Gustav Künzler-Kuhn war langjähriger Direktionssekretär auf dem Polizei- und Mili-tärdepartment des Kantons Glarus (1977-2000). Er diente den Regierungsräten Emil Fischli (1977-90, Ruedi Gisler (1990-96) und Willy Kamm (1996-2000)
Persönlich kannte ich ihn aus Kontakten zwischen der Gemeinde Näfels als Gemeinde-präsident und dem Kanton als sehr konziliante, umgängliche und wohlwollende Persön-lichkeit. Freundschaft schlossen wir im Kiwanis-Club Glarus, dem ich 21 Jahre angehörte. Dr. Gustav Künzler war Gründermitglied des Kiwanis-Club Glarus (1984) und als President elect im Gründervorstand, President 1985-1986, der zweite Präsident in der Geschichte der Glarner Kiwaner. Clubintern waren wir ein verschworenes Trio mit Dr. Erich Wettstein, Vize-Ratsschreiber des Kantons Glarus, stets dabei bei den sagenhaften Geburtstagen von Erich Wettstein im "Glarnerhof" und ungezählten Gesprächen bei den Mittags-Lunches mit viel Humor, Geselligkeit, Kameradschaft aber auch Connections im politisch-administrativen Kontakt zwischen der Gemeinde Näfels und dem Kanton. Mitbeteiligt an dieser freund-schaftlichen Bande waren auch unsere Ehefrauen Rosmarie Künzler, Ofeibea Wettstein und meine liebe Frau Elisabeth (+2012). Nicht die Häufigkeit der Begegnungen, sondern deren Qualität waren eine Bereicherung und Teil hoher, froher Lebensqualität, die lebens-lang unvergessen bleibt.
Vor seiner Tätigkeit als Direktionssekretär war er 1975-77 tätig als juristischer Berater des damaligen Steuerkommissärs Fritz Fischli, dem Bruder seines späteren Departementsvor-stehers Emil Fischli. Künzler hatte an der Universität Zürich und an der Hochschule St. Gallen Jurisprudenz studiert, war in der Privatwirtschaft tätig und schliesslich als Sekretär der Schweizerischen Handelskammer in Paris.
Im Glarnerland war er während eines Jahrzehnts Kirchenpräsident der Evangelisch-refor-
mierten Kirchgemeinde Mollis, zudem war er juristischer Berater des Ev.-ref. Kantonal-kirchenrates.
Seine liebe Lebensgefährtin und Ehefrau Rosmarie hatte er in St. Gallen kennen und lieben gelernt. Sie heirateten 1965 in Bad Ragaz. Der glücklichen Ehe entsprossen zwei Kinder. Vier Enkel waren ihm Sonne und Freude. Sie verbrachten 25 Jahre ihres Lebens im Glar-
nerland.
Dr. Gustav Künzler's letzte grosse Veranstaltung war am 31. Oktober 2000, als er einen Bus voll Kiwanisfreunden nach Maienfeld zum Besuch des Weinkellers und Torggels einlud, über das Weinbauwesen informierte und mit anschliessender Degustation erfreute. Das gesellschaftliche Highlight klang mit einem gediegenen Bankett im Restaurant Schloss Brandis aus.
Bald holten Gustav gesundheitliche Probleme ein. Er verlegte mit seiner Frau seinen Wohn-sitz von Mollis nach Bad Ragaz. Seine Ehegattin Rosmarie begleitete und pflegte ihn bis zu seinem Tod. Seine letzten Lebensmonate verbrachte er im Altersheim Allmend in Bad Ragaz, wo ihn seine Gattin Rosmarie täglich besuchte. Gustav Künzler verstarb am 14. November 2018.
Unser letzter Kontakt war vor mehreren Jahren, in seinem Eigenheim in Bad Ragaz. Governor Erich Schmid, mittlerweile auch verstorben, und ich durften ihn besuchen. Gus-tav freute sich darüber sehr. Diese letzte Begegnung bleibt als Erinnerung fest eingebrannt.
Dr. Gustav Künzler - in seinen besten Tagen (Foto: Rosmarie Künzler-Kuhn)
Mittwoch, 14. November 2018
Röbi Krämer ist nicht mehr
1937-2018
Vergrössertes Passbild von Röbi Krämer aus dem Jahr 2004
Röbi Krämer durfte dieser Tage Im 82. Altersjahr nach längerer Krankheit friedlich einschlafen. Er ist landauf landab bekannt als aussergewöhnliches Musiktalent, das nur nach Gehör musizierte. Seine musikalische Karriere begann er als acht-jähriger Knabe mit einer Handorgel, mit der er Melodien nachahmte und zeit sei-nes Lebens über ein riesiges Repertoire an Musikstücken verfügte. Er spielte mit ungezählten Ensembles, hatte ungezählte Auftritte solo oder mit Musikkollegen, war an vielen Anlässen wie Vernissagen, Stubeten, Vereinsanlässen, Geburts-tagen, Jubiläen dabei.
Röbi war ein sehr zurückhaltender, bescheidener Mitmensch, ein vorzüglicher Beobachter und Zuhörer und lieber Kamerad, umso ausdrucksvoller war die Sprache seiner Musik. Die verinnerlichte Art Röbis täuschte über seine vielseiti-gen Begabungen und Fähigkeiten hinweg. Er war er ein leidenschaftlicher Sammler von Kunst, malte selber, war eine Leseratte und eine kontinuierlicher Autodidakt. Als technischer Tüftler sammelte und flickte er Uhren und Geräte, re-staurierte antike auserlesene Möbelstücke. Sein musikalischen "Fingerabdrücke" hinterliess Röbi einige Jhare mit der "Huusmusig Central" und jahrzehntelang, eigentlich bis heute mit dem "Trio Central" nach dem Motto: "Dr Röbi, dr Köbi und der Edy". Das Typische: einen eigentlichen Chef oder "Bandleader" gab es nicht. das Trio Central war eine verschworene Gruppe, die ganz aus der Gemein-schaft lebte. Sie haben sich gefunden, zusammengespielt...und so blieb es. Man-cher Geburtstag, manche Hochzeit, manche Trauerfeier und manche Stubätä war geprägt durch den Auftritt der drei "Ohrenmusiker". Das Geheimnis des Trios: Es gab keine festen Programme, alles entwickelte sich aus dem Moment heraus und war Ergebnis der Kreativität aller drei, dem Röbi, dem Köbi und dem, Edy.
Beruflich vielseitig wirkte er u.a. als Hauswart im Museum des Landes Glarus, Freulerpalast Näfels, war KVA Werkselektriker, europaweit auf Montage für die Elex AG, Filterproduktion, Schwerzenbach, so in der Schweiz, Österreich, Italien, Deutschland, Frankreich, Schweden, Türkei, wo er sich jeweils in kürzester Zeit in der Landessprache verständigen konnte. Sein Schweizerpass zeigt seine Leidenschaft für Reisen in ungezählte Länder auf. Bekannt und gefragt war er als Pilzler und einer der besten Pilzkenner weit und breit, Anlaufstelle für viele Pilzler. Wohlgelitten und immer mit dem Akkordeon dabei, wenn es was zu feiern gab, war Röbi im "Mittwoch-Club", ein fröhlicher Männerhöck zur Pflege der Ka-meradschaft und der Geselligkeit. Unvergessen sind seine Auftritte im "Rössli" beim Fahrtsplatz, Highlights der Gemütlichkeit.
Nach seiner Ehe hatte er fast eine Generation lang mit Erika Reumer-Eberle im trauten, wunderbar gelegenen Heim am Haltli 22 in Näfels eine glücklich Zeit. Sie war ihm bis zum Tode eine liebe, umsorgende Gefährtin und begleitete ihn durch dick und dünn und durch die Tage der Krankheit bis um Tod. Die letzten Wochen verbrachte er im Alters- und Pflegeheim Salem.
Röbi Krämer wünschte keinen Lebenslauf und keine grossen kirchlichen Zere-monien zu seinem Abschied. Seine Urne wird am Samstag, 24. November 2018 im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Näfels bestattet. Im Anschluss ist um ca. 11 Uhr eine öffentliche, aber bescheidene, musikalisch betonte Abschieds-feier für seinen Freundeskreis und alle, die ihn kannten, voraussichtlich im Bohlensaal des Tolderhauses Näfels.
Der Verlust eines liebenswürdigen Menschen und Kameraden, der mit seiner Musik ungezählten Menschen Freude bereitet, ist gross. Sein Andenken wird bleiben.
Röbi Krämer -BIlder aus glücklichen Tagen
. Aus der Fotosammlung von Lebensgefährtin Erika
Erinnerungsbilder von Paul Stähli
"Huusmusig Central" im Restaurant "Central", Ennenda 1986.
v.l.n.r: Louis Menar, Ruedi Neeracher, Köbi Kobelt, Edy Kieser, Röbi
Krämer.
Röbi Krämer und "Gufäschnuuz" (damaliger Wirt vom Horgenberg), im Rest. Central, vermutlich im selben Jahr.
"Huusmusig Central", 1986 LP produziert von Carlo Brunner
v.l.n.r.: Louis Menar. Ruedi Neeracher, Röbi Krämer, Köbi Kobelt, Edy Kieser.
"Trio Central" mit Köbi Kobelt, Röbi Krämer, Edy Kieser
ca. 1988
(im Hintergrund ein Soldenhoff Gemälde)
Samstag, 10. November 2018
Trouvaille
Zehn aufgestellte Turner von Näfels
Wer kennt sie noch?
Hans Oswald, Mollis, PC-Supporter und Besitzer des wahrscheinlich grössten Bildarchivs, insbesondere von historischen Bildern und
Perso-nenaufnahmen von Näfels liess mir das untenstehende Bild zukommen.
Ich habe eine provisorische Legende erstellt und jene Personen, die ich selber kannte, mit Namen genannt. Wer erkennt die noch nicht ermittel-ten?
Mit grösster Wahrscheinlichkeit ist es eine Turnerriege unterwegs, es scheint eher Winter und feuchtes Wetter zu sein.
v.l.n.r.
Karl Oswald, Fahrlehrer, 1930, Hermann Bühler, Lehrer, später Oberturner, 1924, René Feldmann, Gerbi, Gottfried Kummer, Hafner, 1925, Armin Bühler, 1922, Karl Fischli-Kamm, Kaufmann/Landrat, 1915, Hans Oswald-Rusterholz, John", 1927, vor ihm Hans Gallati-Bürgler, Begg Galätis, 1930, Arthur Müller, Giessenbrücke, 1928, Hans Landolt-Schlittler, langjährige Jugendriegenleiter und Oberturner, Schreiner, 1917. (Foto: Hans Oswald)
Donnerstag, 8. November 2018
Der japanische Ahorn im eigenen Gärtchen
Angesichts des herrlichen Herbsts hat Sonja Krieg, Coiffeur-Salon gleich neben-an, das folgende Bild mit ihrem Handy geknipst. Der japanische Ahorn mit den wunderbar roten Blättern erglüht in den intensivsten Farben, ehe er seine Blätter fallen lässt, um sich in seinen "Winterschlaf" zurückzuziehen. Das Herbstbild des 32-jährigen Baumes, denn ich 1986 gepflanzt hatte, soll deshalb als "Bild der Woche" "verewigt" werden.
Mittwoch, 7. November 2018
Harmoniemusik Näfels auf Rekordjagd!!!
Allerheiligen, 1. November 2018
5 Jahre Pfarrer Harald Eichhorn im Rautidorf
Man glaubt es kaum wie schnell die Zeit enteilt. Einerseits hat man den Ein-druck, die Pfarrinstallation sei erst gestern gewesen, anderseits hat man mit Blick auf die Fülle der Leistungen unseres Dorfpfarrers, er sei schon Jahrzehnte hier. Harald Eichhorn hat auf repräsentable Ämter verzichtet (Dompfarrer in Chur, residierender Domherr des Bistums Chur, und anderes mehr), um als Seelsorger und Pfarrer im Glarner Unterländer Dorf Näfels voll einzusteigen. Und wie...!
Er wirkt mit vollem Elan, hat auch das Dekanat des Kantons Glarus übernom-men, schont seine Kräfte nicht und muss eher gebremst als geschoben werden.
Die herrliche Pfarrkirche hat auf seine Initiative hin mit der Aufrüstung der Zier-raten, der Beleuchtung des Hochaltars und Chors, der Pflege der Messgewänder, gewonnen und mit der Pflege des Brauchtums (Fronleichnam im Freulerpalasthof und Prozession) neues Leben eingehaucht.
Dekan, Pfarrer und em. Domherr ist ein Meister des prägnanten, kurzen Kanzel-wortes, gestaltet unvergessliche Beerdigungen, Taufen und Trauungen, pflegt pri-mär die Seelsorge auch im Stillen. Ein Glücksfall für den Seelsorgeraum Näfels und Umgebung und des Dekanats Glarus.
Das ist wohl Grund der Freude und der Aufmerksamkeit für das 5-Jahr-Jubiläum.
https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2017-12-24/die-kirche-hat-noch-nie-eine-heile-welt-verkuendet (Foto: Marco Hartmann)
Als kleine Erinnerung an seine "Startphase" und das rauschen-de Fest im Restaurant "National" Näfels anlässlich des profa-nen Teils seiner Pfarrinstallation am 1. Juni 2014. Er wirkte aber bereits ab 1. November 2013 zunächst als Pfarr-Administrator in Näfels.
Willkommgruss
Pfarrer, Dekan Harald Fridolin Kurt Otto Eichhorn
Ein Eichhorn sprang von Ast zu Ast
und auch von Baum zu Baum
und sammelt‘ emsig und mit Hast
viel Nüss‘, man glaubt es kaum.
Doch als das Eichhorn grösser war,
ein Mannsbild stramm und nett,
da lockte es dann der Talar
und oben ein Birett.
In Ravensburg, es war im März,
kam 59 er zur Welt,
mit klugem Kopf und auch viel Herz
als Knäblein, aufgestellt.
Doch seine schöne Jugendzeit
in Salem dann verbracht’ er;
zum Bodensee war’s nicht gar weit
als Jüngling war ‘ne Pracht er.
* * *
Dann zog es ihn zur Kirche hin
zum Priesterstand dann bald
nach Heil‘genreuz im schönen Wien
just bei dem Wienerwald.
Und 85 war er schon
zum ersten Mal bereit
als frohgemuter Diakon;
als Priester dann geweiht.
Und ohne ihn zu warnen
zum pastoralen Jahr
er eifrig dann in Sarnen
als Jungvikar er war.
Dann kam der Ruf vom Ibrig.
Das Pfarramt war vakant,
es blieb ihm dann nix übrig,
er ist dann hingerannt.
Dort blieb für 16 Jahre
ein guter Pfarrer er,
im Vollbesitz der Haare
das Bäuchlein wuchs dann sehr.
Im Ibrig wird gefluchet,
doch er als guter Hirt,
hat alles dann versuchet,
bis jeder lammfromm wird.
Er schrieb auch dort mitnichten
nebst Cred’ und Gloria
sehr schöne Buchgeschichten
Lokalhistoria.
Doch in des Dorfes Mitten
wo er auch ‘mal gezecht,
gab man ihm, wohl gelitten,
das Ibr‘er Bürgerrecht
Gar mancher Bürg- und Beizer
Ausländer mag man nicht,
die machten ihm zum Schweizer
so steht es im Bericht.
Doch eines Tags ging man in Chur,
da plötzlich pfarrerlos,
auf Pfarrersuche-Betteltour
ins Sihltal hinter Gross.
* * *
Und ohne Änd‘rung der Frisur,
und nihil obstat dann von Rom
zog schwergemut er dann nach Chur
ward Pfarrer noch vom Dom.
Trotz Schwyzer Herkunft und trotz Bauch,
zudem noch Neu-Dekan,
ward er dann Domkustos grad auch
so nagt der Zeiten Zahn.
Der Bischof sah als Bistumsboss
und Chef vom Ordinariat
vom Fenster aus dem Bischofschloss
‘nen flotten Kandidat‘.
So wurde unser Mann zum Schluss
nach Bischofsgnadenwahl
dann Domherr und Kanonikus
war das nicht maximal???
Acht Jahre wirkt‘ er als Vasall
im Schatten in honore
und wohlgemut im Huonderstall
des Churer Monsignore.
* * *
Dann traf ihn auf dem Pfarrersitz
am heiterhellen Tage
ein jäher Ruf und greller Blitz
mit einer Gretchenfrage:
„In Näfels“ - tönt ein lauter Schrei -
schier gar von einer Furie
„ist eine Pfarrerstelle frei!!!“
hinein in Chures Curie!
Der Blitz schlug wie ein Heil‘ger Geist
wie Paulus schier geblendet,
erschrak Herr Harald und das heisst:
Das Blatt hat sich gewendet!
Als dieser Blitz nur kurz gezuckt,
es zwar zu spät zum Flieh’n,
Dann hat’s den Pfarrer sehr gejuckt
ins Glarnerland zu zieh’n.
Und wie man sieht, ist er nun da,
o höret auf zu jämmärä,
singt lieber Hallelu und jaa.
Juhui, juhee – etz hämmärä!!!
Doch hier ging‘s stante pede los!
Administrator nur auf Zeit.
Der Mann ist klug und lang und gross,
für Vieles gleich bereit:
Am 21. Dekan
gewählt ja mit Schalmeien
Am 23. hintan
Pfarrherr und dies im Maien.
* * *
Es ist nur eine Frag‘ der Zeit
schon balde avancierend
als Domherr wieder schon bereit
und zwar nicht residierend.
Wenn dieses also weitergeht,
in unsrem Kirchenstaat,
und solcher Geist auch weiter weht
wird er bald noch Prälat.
Und hat er diesen hinter sich
kommt dieser Wunderknab’
bestimmt und auch unweigerlich
zu Ring und Bischofsstab.
Weht dann des Geistes Brausen
noch weiterhin durchs Tal,
wird er mit Sturm und Sausen
gar noch ein Kardinal!
Doch wenn du gar Hochwürden
an Gnaden dich erlabst,
wirst du nach allen Hürden
am Ende sogar Papst.
* * *
Doch vorerst sühne Sünden
als Pfarrer sehr gefragt,
hier westlich von Graubünden
bei Näfelsern geplagt.
Als Pfarrer und als neuer
sind wir für dich ‘ne Last,
fast wie ein Fegefeuer
das du hier vor dir hast!
Vergiss den Papst, den Kardinal!
Mit Näfelsern als Plage
verdienst den Himmel allemal
wirst Heilig’r ohne Frage!!!
Ä Grüäz äm Bischof und nuch ä dr Bäsi!
Sehr häärzli, Fridli Oschterhäsi!
Figuren: Engel mit Trompete und Hasenmusikant aus: https://www.franzen.de/de/marken/wendt-kuehn/19152/hasenmusikant-m.-liederbuch-und-floete?c=391
Allerheiligen/Allerseelen 1. / 2. November 2018
Trouvaille
Die Armen Seelen über dem Küchentisch
Das untenstehende Bild hing während meiner ganzen Kindheit und Ju-gendzeit über unserem Küchentisch. Gegessen wurde in der Regel in der Küche. Nur an hohen Feiertagen wurde der Stubentisch mit rotem Samttischtuch und besonderem Besteck und Geschirr geschmückt. An der Wand über dem Küchentisch hingen ein Kruzifix und drei fromme ge-rahmte Bilder.
In der Mitte grüsste dieses hochformatige Bild (Bildgrösse: 21x30cm, mit Rahmen 30x42cm). Auf der Rückseite steht: "Heiratsgeschenk von Mel-chior Landolt, genannt "Tschamper" zur ersten Hochzeit von Fridolin Hauser-Freuler."
Das Bild zeigt wie während der Heiligen Messe eine Arme Seele aus dem Fegefeuer in den Himmel hochschwebt, wo die Mutter Gottes und eine Schar Engel warten. Eingerückt ist ein Text rechts oben im Bild:
"Maria, Meer der Gütigkeit!
Sieh, wie die Seelen büssen,
Versöhn doch die Gerechtigkeit,
Fall Deinem Sohn zu Füssen,
Erkühl die Flammen, still die Pein,
Der Drangsal mach ein Ende,
Die Finsternis im Sonnenschein,
Die Trau'r in Freud' umwende."
Auf dem Bischofswappen ist die Inschrift "PAX NOSTRA CHRISTUS".
Bemerkungen:
Fridolin Hauser-Freuler (1879-1961), mein Vater, heiratete in erster Ehe am 19. Juli 1923 Maria Magdalena Freuler von Glarus (1883-1929). Sie verstarb im sechsten Ehejahr an einem schweren Nierenleiden.
Er heiratete sieben Jahre später am 15. April 1936 Maria Holzer von Braunsberg (A), meine leibliche Mutter.
Melchior Landolt-Müller (1879-1946), genannt "Tschamper", Fabrikar-beiter. Andreher, Textilarbeiter und Leichenträger, lebenslang mit unse-rer Famlie befreundet und regelmässiger Jasspartner bei uns jeweils an Sonn- und Feiertag-Nachmittagen, war vermutlich Trauzeuge in erster Ehe ("Ehrägsell"). Er war der Vater der am Pfingstmontag 1931 im Ober-see ertrunkenen Mädchen Agnes, Cäcilia und Barbara. Schon vorher hatte er sein erstes Kind, einen Sohn, und später seine Ehefrau verloren.
Melgg hatte an der Kirchgemeindeversammlung durchgesetzt, dass die Arbeiter am Josefstag (19. März) unbezahlt der Arbeit fernbleiben durf-ten, weshalb der "Seppentag" in Näfels "Tschampersunntig" genannt wurde. Der "Tschampersunntig" hielt mehrere Jahrzehnte Bestand.
Quellen:
Genealogienband Näfels: Hauser Nr. 381 / Landolt Nr. 454
Chromolithographie (um 1900), unbekannter Künstler
Dieses Bild soll auch als "Messbund" verwendet worden sein. "Ein Mess-bund ist eine Gemeinschaft von katholischen Diözesan- oder Ordens-priestern, bei der die Priester sich verpflichten, im Sinne und in der Mei-nung der Laienmitglieder in bestimmten Abständen eine oder mehrere Heilige Messen zu lesen. Für die Mitgliedschaft im Messbund zahlen die Laien einen meist einmaligen Betrag in festgesetzter Höhe oder sie ge- ben eine Spende nach Ihrem eigenen Ermessen. Die Intention der Mitglieder ist meistens, für sich, Verwandte oder nahestehende Ver-storbene eine Verkürzung oder gänzlichen Nachlass der Busszeiten für lässliche Sünden im Fegefeuer zu erreichen. Da die Heilige Messe nach katholischer Auffassung das höchste und wertvollste Gebet zu Gott ist,
erhofft man sich davon die grösstmögliche Erhörung seines Anliegens. Als Mittlerin wird oft die Unbefleckte Empfängnis und Gottesmutter Maria angerufen. Personen können sich selbst, Verwandte oder Verstorbene in den Messbund aufnehmen lassen und erhalten ein Bild mit dem Na-menseintrag des Mitgliedes als Aufnahmebestätigung.
Geschichte:
Der Messbund besteht für die Zeit, während der die ausrichtende Prie-sterschaft existiert. Messbünde wurden wahrscheinlich erstmals in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet und bestehen heute noch oder haben sich inzwischen zufolge widriger Umstände aufgelöst. Zu den frühen Gründungen zählt der heute noch existierende Messbund der Ma-riannhill-Missionare, der bereits von deren Gründer und erstem Abt Franz Pfanner gegründet wurde, und heute noch besteht und der 1897 gegründete "Messbund zu Ehren der Unbefleckten Empfangenen Gottesmutter Maria und um Troste der armen Seelen im Fegefeuer" der Olivetaner Mönche des Klosters auf Schloss Tanzenberg (Kärnten), deren Ordensniederlassung die Drangsalierung des Nationalsozialismus letztlich nicht überstanden hat."
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Messbund, abgerufen am 31. Okto-ber 2018
Messbünde sind nach wie vor erhältlich bei den Franziskanern und Ka-puzinern und anderen Orden werden bei Todesfällen als Trauerkarten und "geistigen Blumenspenden" bezeichnet.
Dienstag, 30. Oktober 2018
...auch die Biltener vorbildlich!
Beim heutigen Kurzbesuch im Gemeindehaus Oberurnen entdecke ich auf dem Schriften-stand zwei Dorfbroschüren von Bilten 2017/2018 und 2018/2019! Die erste 76-seitig, die zweite 78-seitig. Herausgeber: Verkehrsverein Bilten. Glanzpapier! Farbig! Bebildert! Eine Visitenkarte des Dorflebens. Mit viel Liebe und Eifer zusammengetragen! Die vielen halb- und ganzseitigen Inserate stören nicht; sie tragen die Finanzierung mit und geben ein buntes Bild des Biltener Gewerbes im weitesten Sinn.
Die Wohnlichkeit und Lebensqualität in unseren Dörfern lebt von solchen Initiativen fleissi-ger Leute. Es wird die Kunst sein, dass die Behörden an der Spitze der zu einer Gemeinde fusionierten acht Dörfer merken, dass die Gemeinde von starken Dörfern lebt. Auch die Dörfer, so belegen es diese Broschüren, leben von kleineren und grösseren Zellen, den Vereinen, Clubs, Organisationen, Institutionen, die das Dorfleben gestalten und den Ein-wohnern Heimat sein können.
"Heimat" bekommt im Zeitalter der Mobilität und der Globalisierung eine wichtig Bedeutung.
Die Erfahrung des Dorflebens durch den Kindergartenbesuch, der Zugehörigkeit zu Schul-klassenverbänden und der Anteilnahme an den Dorfaktivitäten blitzen wieder auf, wenn nach Jahren in Klassenzusammenkünften in den Erinnerungen wieder auf.
Das Ressort "Kultur..." der Gemeinde Glarus Nord fördert und stützt die Dorfkultur durch Beiträge und die Dorfkommission jedes Dorfes baut wichtige Brücken zwischen Dorf und Gemeinde.
Den Biltenern gehört Lob und Bewunderung. "Jeder ist seine Glückes Schmied!" und "Jedes Dorf ist Heimat!"
Samstag, 20. Oktober 2018
Oberurnen mit vorbildlichem Dorforgan
Mit seiner Dorfbroschüre "Oberurnen - miis Dorf" leistet der Verkehrsverein Oberurnen vor-bildliche Dienste zur Förderung der Dorfgemeinschaft! Die 54. Nummer, soeben erschie-nen, ist ein Abbild des Dorflebens. Gleichzeitig Chronik und obendrein ein Band, der die Menschen verbindet. Unter der Redaktion von Margrit Neeracher-Tschudi ist eine 56-seitige
Schrift gelungen, die lesenswert und sehr schön gestaltet ist.
Nach 60-jähriger Zugehörigkeit zum Verkehrsverein Oberurnen wird alt Gemeinderat Hans Stucki geehrt. Die Mädchenriege brilliert mit Tipplätzen am Jugendturnfest. Gute Noten er-hält der Damen Turnverein Oberurnen am Verbandsturntag. Das Kasperlitheater Gigeli-suppe erfreut die Oberurner Kinder. BergMusik heisst das Projekt mit Dani Häusler. Willi Valotti und Maryna Burch, die mit dem Dritten Programm in der Pfarrkirche Orgel und Volksmusik vereinten. Diego Balli überraschte die Kinder der 3./4. Klasse mit Strich und Literatur vermittelt durch die klick-Kulturvermittlung und die Bibliothek Oberurnen. Originell ist das Oberurner Klassentreffen auf Einladung der Musikgesellschaft. Am Schwyzer Kantonalfest Buttikon schwang der Damenturnverein obenaus. Die Erst- und Zweitklässler machten mit dem Theater "Rägäbogäräuber" Furore. 60 Kinder und 11 Leiterinnen laden erstmals zum Jugendriegen-Saisonabschluss ein.
Aufgelistet sind die Jubilare 80, 85 und 90 Jahre. Die Feuerwehr kam auf Schulbesuch und fuhr mit dem Tanklöschwagen vor. Auf die Reise ging die kleine Mädchenriege. Die grosse Mädchenriege bezwang die Kletterwand im SGU/Lintharena.
Ein informatives, lesenswertes Interview steht im Zentrum mit Patricia Jacober-Bernasconi, Katechetin. Festgehalten ist die Erstaugustrede von Neu-Regierungsrat Kaspar Becker. Auf der Sonnenalp feiert man Berggottesdienst. Immer wieder und immer noch macht die Vor-burg von sich reden, eines des Wahrzeichen Oberurnens, die von Idealisten zu neuem Le-ben erweckt wird... und angeblich mit dem Oberurner Dreisternwappen an die Edelknechte von Urnen erinnert. Legendär ist die Oberurner Chilbi, die noch hoch frequentiert besucht wird. Die schnellsten Oberurner messen sich beim Sprintwettbewerb mit Zeiten über 60 Meter von 9,14 Sek. (Knaben) und 9,83 Sek. (Mädchen).
Seine Feuertaufe macht "Krabbelball" am Sporttag (Chilbi-Montag). Der Gemischte Chor ist auf Vereinsausflug; der Damenturnverein auf dem Wanderwochenende im Wallis, die Kin-derartikelbörse auf dem Kinderflohmarkt wird vom Familiäträff Oberurnen mit Erfolg orga-nisiert. Bereits angekündigt haben sich der Samichlaus und der Schmutzli.
Zu Ehren kommt der Geheimgang bei der Vorburg. Der Gemeinnützige Frauenverein Oberurnen präsentiert den Adventskalender 2018, den man von Haus zu Haus verfolgen kann. Bereits vorausschauend ist der Veranstaltungskalender 2018/19 bis in die Maientage des nächsten Jahres. Dorfgeschichte schreibt die Chronik April bis September 2018.
Lesenswert ist das Editorial wie auch die Sponsoren und Gönnerliste jener, die die Heraus-gabe dieses "Dorf"-Botten ermöglicht.
Hut ab! Oberurnen geht beispielhaft in Front! Herzliche Gratulation dem Verkehrsverein, der Redaktorin, den Sponsoren und Gönnern!
Drei Sterne im Wappen - drei Sterne für die gelungene Dorfschrift, die Ausdruck der Lebensqualität des Vorburg-Dorfes!
Donnerstag, 11. Oktober 2018
Das "Karlsbad" auf Obersee-Staafel
bekommt ein Mehrzweckgebäude
siehe
Glarner Nachrichten/ Südostschweiz Glarus Do 11. 10. 2018
Georg Müller, Präsident des Schwimmbadvereins Obersee-Staafel, tritt in die Fussstapfen von Karl Müller-Kessler, "Vater des Oberseeplantsch und Schwimmbeggi" und setzt sich für das Erbe dieser Gemeinschaftsleistung von Idealisten auf der Oberseealp ein. Er wird selber zum Pionier dieser Freizeitanlage mit dem Projekt einer Mehrzweckbaute für Fereler, Camper, Wanderer, Freunde des Oberseetals. Sein Vater Fritz Müller-Felber war Initiant für den Bau des Gottesdienstplatzes ebenfalls auf dem Obersee-Staafel. Auf gutes Gelingen!
Georg Müller ist auch Präsident der FGN (Freunde der Geschichte von Näfels) und Präsident des Stiftungsrates des Freulerpalastes. (Foto: Glarner Nachrichten)
Samstag, 6. Oktober 2018
Abrakadabra - auf der Rautialp und im Tolderhaus
Anlässlich der Gedenkschau "60 Jahre Rautispitz-Kreuz" am Freitag, 5. Oktober 2018 im Tolderhaus trat Max Herzog, einer der "Kreuzbauer" auf dem Rauti, bühnenreif auf mit der Geschichte vom verschwundenen Feldstecher bei der Clubhütte auf der Rautialp. Schon damals half nur "*Schwarze Magie". Max wiederholte den Zauberspruch im Tolderhaus
sechzig Jahre nach der Uraufführung.
Abrakadabra!
Aatäräbiss, Nattäräbiss, pro nobis!
Alle bösen Geister helfen ihrem Meister
Simsalabim!
Wer der Fäldschtächer mithätt,
chaa uff dr Schtell nümmä gu ds Wasser löösä!
Bis'r-nä zruggbringt! Amen!
Wenig später war der Feldstecher wieder da!
Foto: M. Hauser, Zug
Montag, 1. Oktober 2018
Musikalischer Exil-Näfelser
wird heute zu Grabe getragen
Hermann Schwitter-Bosma, Luzern
Noch vor wenigen Wochen trafen wir uns in der Altersresidenz, in die er kürzlich eingetreten war. Seine Frau Gemahlin war bereits eingetreten und er hatte im Sinn definitiv auch einzutreten. Unerwartet verstarb Hermann. Er hatte vor vielen Jahren mit sieben anderen Näfelsern in Luzern unter Leitung von Fritz Landolt (Wasmer Fridäli) das Fred Landolt-Septett gegründet. Dieses hatte jahrelang sehr guten Erfolg, bis sich die Lebenswege der Musiker änderte. Mit von der Par-tie waren Fritz Landolt+, Leader, die Brüder Hermann+ und Fritz Schwitter (Vri-nälers), die Brüder Hermann J. und Fridolin Landolt+, volgo "Schorschli" (Zeich-ners oder Gmüärä Fridels), Josef Landolt (Lüdälisepp)+ und Fred Hauser, vulgo "Tegg"+.
Hermann Landolt war ein aktives MItglied im Glarner Verein Luzern. Wir waren eine Dreiergruppe, die gerne zu seiner Bestattung gefahren wären, mussten aber alle aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Hermann soll aber nicht vergessen werden, weshalb er hier verewigt werden soll.
Fred Landolt-Septett - hier gar in einer Neuner-Formation!
Montag, 24. September 2018
Erwin Reding, ein Klassenkamerad ist nicht mehr
______________________________________________________
Klassenjahrgang 1939 Näfels
+
Erwin Reding gestorben!
Liebe Klassenkolleginnen und -kollegen
Mit grossem Bedauern muss ich Euch mitteilen, dass gestern Nacht unser lieber Klassenkamerad
Erwin Reding-Duss
unerwartet verstorben ist.
Nach der Sturmnacht vom 23. auf den 24. September 2018 fand ihn
seine Frau Erna morgens leblos im Bett vor. Erwin ist am 20. Sep-tember 1939 geboren worden und erwachte am 24. September 2018 nicht mehr aus dem Schlaf.
Erwin hinterlässt seine liebe Frau Erna und die erwachsenen Töch-ter Gabriela und Sandra. Seine beiden Brüder Ernst und Kurt sind bereits verstorben. Unsere Klassenkollegin Berty Fischli war seine Schwägerin.
Die Beerdigung findet am Freitag, 28. September 2018 um 10 Uhr, statt. Besammlung bei der Hilariuskirche.
Im Anschluss an den Beerdigungsgottesdienst ist die Bestattung auf dem Friedhof.
Mit stillem Gruss
Fridolin Hauser (Osterhazy)
Traueradresse: Erna Reding-Duss, Risi 6, 8752 Näfels
Gipfelchrüüz uffem Rauti
Ufäträit i-n-äs paar Schtundä,
gschwitzt und glittä Kwaalä,
händ-si gopfergässä gschundä
üüser Jungsodaalä.
Uufgschtellt und nuch betoniärt,
zoberscht uff-dr Kreetä
hüür wiirt nämä jubiliärt,
as-me-s’ ja dä gseht-dä.
Grüäzä tuät daas chrischtli Zäichä
abä bis ids Taal,
will probiärä, all z’erräichä!
wen-n-ä Sunnäschtrahl.
-y.
Montag, 17. September 2018
Wappen des grossmütigen Spenders
Fürstabt Beda Angehrn, St. Gallen
1725-1796
1767-1796 Fürstabt
Beschrieb des Wappens
LInks oben: Bär = Fürstenland und Abtei St. Gallen
Rechts oben: Opferlamm = Kloster St. Johann im Thurtal
Links unten: Familienwappen Angehrn, Engelsflügel und eine Palme (auch wenn sie wie eine Tanne aussieht)
Rechts unten: Dogge = Grafschaft Toggenburg, wo der Abt Graf war.
Voranzeige
Äm Samstig gilt's juhee... äm Puur vum Obersee
Lohnenswerte Schau der Älpler und Älplerinnen
von der Heimkehr von den Alpen im Obersee- und Schwändital
"...Bald isch Micheeli daa,
bald gaht des Rüücher aa.
Dä chunnt-mä-n-abä, sitzet hii
und bringt des Hinderscht wider ii;
dr Winter tuät’s äim aa -
was wänd-er Bessers haa?..."
aus: D Alpfahrt vum Lebrecht Zwiggy (siehe untern)
D Alpfahrt
vum Caspar Lebrecht Zwicky (Pseudonym Friedrich Bergmann)
1. Äm Ziischtig gilt’, juhee!
äm Puur äm Ob’rsee.
Graas, säit dr Vatter, sig we Bach;
är fliggt nu zeerscht nuch ds Hüttätach,
Dänn farä-mer, juhee!
Schüü isch, ä-n-Ob’rsee.
2. Dr Peeter macht dr Zuu,
dr alt hätt d Laui gnuu.
Är haut de lengschtä Tschuppä-n-uus
und ninnt’s und machet Lattä druus.
und Schwirä tuät’r schluu -
so gitt’s ä guätä Zuu.
3. Dr Melcher isch i ds Taal;
miich trifft’s des ander Maal.
Är ninnt de Chüäli ussem Graas
und füährt-s’ durusä-n-uff dr Schtraass,
är bringt de schünschtä-n-all,
dr Melcher, ussem Taal.
4. Ä Schnetz dr Vetter ninnt
und Eschis, wänn’r findt;
är schnetzet Räiffli uffem Chnüü
und macht di altä Gäbsä nüü.
So fliggt’r, was’r findt -
ä Schnetz dr Vetter ninnt.
5. Und d Muäter, ä nüd lätz,
si büäzt ä groossä Blätz
uff d Teggi gschwind ab üüs’rem Triil.
Si muäs im Summer liidä viil,
und i dr Hüttä hätt’s
kä Schniider und kä Blätz.
6. Ich wäiss au, was-i tuä:
Ich nimä d Schällächuä
und miss-erä-n-äs Halsband aa
und hänggä dä-n-ä Plumpä draa,
ä Mäjä nuch d’zuä -
ich wäiss schu, was-i tuä.
7. Und gaht’s äm Morgä-n-aa,
so mach-i, was-i chaa.
Ich bindä d Waar uf d Mäissä uuf
und z’oberscht nuch dr Mälchschtuäl druuf,
wänn-nä dr Flägg nüd gad muäs haa -
ich machä, was-i chaa.
8. Und sim-mer üb’r d Brugg,
so lauf-i füür äs Schtugg,
und tuä-n-am Veh ds Alptüürli uuf.
Ä rächtä Häuerlig muäs druuf.
Äs bliibt kä-n-änzigs zrugg -
ich tarf schu füür äs Schtugg.
9. Und isch-mä-n-under Tach
und findt alls läär im Gmach,
so paggt-mä-n-uus und füüret aa
und macht ä Fänz mit Wasser aa,
will d Schottä fählt im Gmach -
äs isch ä böösi Sach.
10. Doch gaht’s nüd lang äsoo -
äs isch iätwedä froh -
äs wäidet alls im jungä Graas,
und was nüd galt isch, gitt si Maass;
daas machet d Puurä froh -
giäng’s nu rächt lang äsoo.
11. Herr Lehrer, lönd mi gfriit,
Herr Pfarer, zürned nüüt!
Dr Vatter wänig Chnächt v’rmag
und bruucht si Buäbä Taag für Taag.
Zum Leernä-n-isch kä Ziit -
Herr Lehrer, zürned nüüt!
12. Gaht au ds V’rleernä gschwind,
mä schlaat nüd alls i Wind.
Mä tänggt bim Hüätä mängem naa
und will doch au si Sunntig haa;
wänn schu kä Chilchä sind -
äs gaht nüd alls i Wind.
13. Bald isch Micheeli daa,
bald gaht des Rüücher aa.
Dä chunnt-mä-n-abä, sitzet hii
und bringt des Hinderscht wider ii;
dr Winter tuät’s äim aa -
was wänd-er Bessers haa?
übersetzt und leicht verändert durch Fridolin Hauser (Fridli Osterhazy)
Entnommen dem Schulbuch „Bilder aus der Geographie und Geschichte des Kantons Glarus, Lesestücke für die Mittel- und Oberklassen der glarnerischen Primarschule. Bearbeitet von Otto Herold, mit Skizzen versehen von Schulinspektor H. Heer, Verlag der Erziehungsdirektion, Glarus 1926, 6. Auflage besorgt von Thomas Heiz in Ennenda.
Wer war Lebrecht Zwicky?
Auszug aus seiner Matrikulierung an der Universität Zürich
Zwicky Kaspar (Leberecht)
Matrikelnummer 476
Fakultät: theol.
Semester Sommersemester Immatrikulationsjahr 1837
Geburtsdatum: 1820
Geschlecht: männlich
Herkunftsort bzw. CH-Bürgerort: Mollis
Herkunftsort bzw. CH-Kanton: GL
Herkunftsland: CH
Angaben zur Vorbildung: Collegium Schaffhausen
Weggang von der Universität ab Herbst 1838 mit Rect.zgn.vom 15.09.1838
Eltern: Johann Heinrich Zwicky-Streiff,1783-1878, Wirt, Ratsherr
Zusatzinformationen
Geboren: 1820, Zof.1837-38 (Nr.512),
1842-45 Pfarrer in Betschwanden
1854-80 Pfarrer in Obstalden
1882-92 Pfarrer in Bilten
Schulinspektor und (mit Pseudonym Friedrich Bergmann) Schriftsteller
Heirat 1) 1842 Anna Margarethe Blumer (1820-43),
Heirat 2)1863 Magdalena Rosalia Wild (1836-1909),
Gestorben: Mollis 29.11.1906
Gfrd.Heer Nr.250; HBLS VII 776 Nr.26; Kubly-Müller, Z’ von Mollis Nr.515; RN 6941 (StAZ B X 52 y: 7 Briefe von Alfr.Escher an s.Freund Z’, 1853-66)
Weitere Angaben über Zwicky:
Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten des neun-zehnten Jahrhunderts, Salzwasser Verlag, Paderborn 2014, Neuauflage der Originalausgabe 1885
"Bergmann Friedrich, Pseud. für Leberecht Zwicky, wurde am 6. Januar 1820 zu Mollis, Kt. Glarus, geboren, besuchte die dortigen Schulen, seit 1834 das Gymnasium zu Schaffhausen und bezog 1837 die Universität Zürich, um Theologie zu studieren.
Er setzte dieses Studium bis 1841 in Berlin und Bonn fort und wurde 1842 Pfarrer zu Betschwanden im Kt. Glarus.
Nach vier Jahren gab er dieses Amt auf und zog sich ins Privatleben zurück, teils in Mollis, teils in Zürich, teils in St. Gallen wohnend.
Nachdem er von 1851-53 grössere Reisen durch Italien und Sicilien unternom-men, trat er 1854 in Obstalden am Walensee zum zweiten Male ein Pfarramt an, das es viele Jahre verwaltete.
Jetzt (1884) ist er Pfarrer in Bilten, Kt. Glarus.
Schriften: Sang und Sage, Aus der Ostschweiz,1865. Zwölf Rütlilieder 1870."
Kaspar Leberecht Zwicky
alias "Friedrich Bergmann",
*6. Januar 1820
+29. November 1906.
Bild aus:
Karin Marti-Weissenbach:
Mollis, ein Dorf in Geschichten und Bildern, Mollis 2010, Seite 220
Mittwoch, 12. September 2018
Ein Religions-Star auf Tournee
Carver Alan Ames sprach in der Hilariuskirche Näfels
Diesen Mittwoch trat der englisch/australische Doppelbürger Alan Ames in der Pfarrkirche St. Hilarius auf. Vor der Kirche war eine ganze Etalage mit seinen Publikationen zum Verkauf ausgestellt. Nach einem Rosenkranz und einer heili-gen Messe sprach er vor gut besetzter Kirche in englisch und wurde unmittelbar auf deutsch übersetzt. Er referierte rund eine Stunde frei und ohne Manuskript über seine religiösen Visionen und legte nach seinem Gebet um Heilung den An-wesenden die Hand auf und segnete sie. Zahlreiche Menschen gerieten in Ex-stase und wurden von starken Männern aufgefangen und auf den Boden gelegt.
Den Gottesdienst und die Aussetzung des Allerheiligsten zelebrierte Dekan und Ortspfarrer Harald Eichhorn, vier Priester nahmen während des ganzen Abends die Beichte ab.
Ich war erstmals Zeuge eines solchen "Heiligungsgottesdienstes" und war von der Schlichtheit des Auftritts von Alan Ames überrascht. Auffällig war die hohe Disziplin und Aufmerksamkeit des Publikums.
Carver Alan Ames
Geboren am 9. November 1953
Engländer und Australier
Verheiratet, zwei Kinder
Die folgende Agenda
zeigt auf, wie Alan Ames praktisch eine Tournee durch Österreich, Italien und die Schweiz absolviert und auch in den Medien auftritt.
Wer Alan für einen Gebetstag in seine Pfarrei einladen möchte, wende sich bitte an: beatrix@alanames.org
Folgende Sendungen sind geplant für September 2018:
4. September 2018 (Dienstag)
von 11:15 bis 12:00 Uhr, Live Interview mit Heilungsgebet
von 18:00 bis 20:30 Uhr, Live Übertragung des Gebetsabends aus der Pfarre
Hl. Blut, Wien
via Internet live oder später auch als Podcast zu hören auf:
www.radiomaria.at
7. September 2018
(Freitag)
von 13:30 bis 14:30 Uhr, Live Interview mit Heilungsgebet
via Internet live oder später auch als Podcast zu hören auf:
www.radiomaria.ch
GEBETSTAGE
MIT ALAN IN UNGARN
1. September - Gödöllo nahe Budapest / Flughafen
von 13.00 bis 17.00 Uhr
2. September -
Szombathely (unweit der österr. Grenze)
Adresse der Kirche: 9700 Szombathely, Kodály Zoltán 32
von 13.00 bis 17.00 Uhr
(Vorträge in Englisch, Übersetzung ins Ungarische)
GEBETSTAGE IN ÖSTERREICH
Mo. 3. Sept 2018 - AT-8230 Hartberg (Steiermark)
Kloster Hartberg, Kernstockplatz 1,
18 Uhr Rkr, 18.30 Uhr Messe, 19.30 Ansprache und Gebet
Info: Gebetshaus, Tel: 03332 / 626 42 (Österreich)
Di. 4. Sept 2018
- AT-1210 Wien
Pfarrkirche Gartenstadt - Heilig Blut, Galvanigasse 1
18 Uhr Rkr, 18.30 Uhr Messe, 19.30 Uhr Ansprache und Gebet
Info: Pfarrkanzlei, Tel: 01 / 271 52 83 (Österreich)
Mi. 5. Sept 2018
- AT-4251 Sandl (Mühlviertel)
Pfarrkirche Sandl, Kirchenplatz 1
18 Uhr Rkr, 18.30 Uhr Messe, 19.30 Uhr Ansprache und Gebet
Info: Andrea Czernin, Tel: 0660 / 10 43 498 (Österreich)
Do. 6. Sept 2018
- AT-5230 Mattighofen (Innviertel)
Stiftspfarrkirche, Römerstr. 12
18.30 Uhr (Rkr), 19 Uhr (Messe), 20 Uhr Ansprache und Gebet
Info: Frau Stadler, Tel: 0650 / 24 68 303 - ab 16 Uhr (Österreich)
Fr. 7. Sept 2018
- AT-4690 Schwanenstadt (Hausruckviertel)
Kath. Pfarrkirche, Traunfallgasse 4
18 Uhr Rkr, 18.30 Uhr Messe, 19.30 Ansprache und Gebet
Info: Alois Obermair, Tel: 07676 / 61 93 (Österreich)
GEBETSTAG IN
SÜDTIROL (ITALIEN)
Sa. 8. Sept 2018 - IT-39012
Meran
Kapuzinerkirche, Rennweg 153
17.30 Uhr Rkr, 18 Uhr Messe, 19 Uhr Ansprache und Gebet
Info: Georg Egger, Tel: 335 / 63 77 388 (Südtirol - Italien)
GEBETSTAG IN
ÖSTERREICH
So. 9. Sept 2018
- AT-6563 Galtür (Paznauntal)
Pfarrkirche Maria Geburt, Galtür 37
16.30 Uhr Rkr, 17 Uhr Messe, 18 Uhr Ansprache und Gebet
Info: Pfarramt, Tel: 05443 / 82 36 (Österreich)
GEBETSTAGE
IN DER SCHWEIZ
Mo. 10. Sept 2018 - CH-8052 Zürich-Seebach
Kath. Kirche Maria Lourdes, Seebacherstr. 2
17 Uhr Rkr, 17.30 Uhr Messe, 18.30 Uhr Vortrag und Gebeet
Info: Maria Constanti, Tel: 079 / 538 90 81 (Schweiz)
Di. 11. Sept 2018
- CH-6014 Luzern-Littau
Kath. Kirche St. Theodul, Gasshofstr. 2
18 Uhr Rkr, 18.30 Uhr Messe, 19.30 Uhr Vortrag und Gebet
Info: Peter Jans, Tel: 079 / 410 59 17 (Schweiz)
Mi. 12. Sept 2018
- CH-8752 Näfels GL (nahe beim Walensee)
Kath. Kirche St. Hilarius, Kirchstr. 15
18.30 Uhr Rkr, 19 Uhr Messe, 20 Uhr Vortrag und Gebet
Info: Miriam-Verlag, Tel: 07745 / 92 98 30 (Deutschland)
Die Nummern sind so angegeben, wie sie innerhalb des betreffenden Landes gewählt werden. Wer aus einem anderen Land anrufen möchte, sollte folgende Vorwahlen statt der ersten Null vorwählen: nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041, nach Südtirol 0039, nach Deutschland 0049. Vorträge in weiteren Ländern finden Sie auf der englischen Homepage.
KOORDINATION für die deutschsprachigen Termine:beatrix@alanames.org
Anmeldung nicht erforderlich, Eintritt frei! Bitte laden Sie Ihre Freunde ein. Die Gebetstage richten sich an alle Menschen, nicht nur für Katholiken.
Alan Ames wirkt weiterhin mit Unterstützung und Empfehlung seines Heimat-Bischofs von Perth, Australien, und weiterer Bischöfe.
San Bernardino von Siena
Zur Buchvernissage am Samstag, 8. September 2018
(Siehe Voranzeige und Einladung unter "Menü")
Die modernste Darstellung des Patrons der Grafiker und Publizisten
Diese Grafik ist eine Creation von Mauro Bubbico, *1957 in Montescaglioso in der Provinz Matera in der süditalienischen Gegend Basilicato, einer Kleinstadt mit gegen 10'000 Ein-wohnern auf einer Anhöhe von rund 365 Meter über Meer mit Blick auf den Golf von Tarent.
Mauro Bubbico hat eine eigene, unverwechselbare Grafikausdrucksform entwickelt und ist Dozent in Bari und Urbino.
Auf die Internationale Grafikwoche in Mailand 2015 hat Mauro Bubbico das obige Plakat geschaffen mit dem Motiv "San Bernardino da Siena".
Wie im herzförmigen Rahmen erwähnt ist, hat Papst Pius XII. am 19. Oktober 1956 San Bernardino zum Patron der Publizisten (und Grafiker) proklamiert.
Der Heilige Bernardin von Siena gilt als Vater des
religiösen Designs "J H S".
Quelle: http://aiap.it/notizie/14685
Samstag, 1. September 2018
Sachä gitt's!
Zurück von einer Reise brachte mir heute ein lieber Freund das Bild der astrono-mischen Uhr in St. Marien in Lübeck. Wer mag, verweile sich beim Entziffern der Zeit auf der Zeit! Vielleicht braucht's eine Lupe. Man kann das Bild kopieren und dann in Details vergrössern.
Montag, 27. August 2018
60 Jahre Gipfelkreuz auf dem Rautispitz 2283 m ü M
Die tolle Gemeinschaftsleistung und Fronarbeit der Näfelser Jungsodalen
Sonntag, 26. August 2018
Kurt Müller-Heussi gestorben
1947-2018
Unerwartet ist am Donnerstag, 16. August 2018 Kurt Müller-Heussi nach kurzer Krankheit verstorben. Wir waren langjährige Lehrerkollegen an der Berufsschule Ziegelbrücke. Er war ein hochkompetenter Fachlehrer für Elektrotechnik. Später verlegte er seine berufliche Tätigkeit nach Zürich und war über seine Pensionie-rung hinaus noch in der Privatwirtschaft tätig.
Wir waren stets freundschaftlich verbunden. Seine Tüchtigkeit und Fachkompe-tenz bewog mich, ihn in den achtziger Jahren in die Aufsichtskommission der Elektrizitätswerke Näfels (später Verwaltungsrat) zu berufen, in der er rund ein Jahrzehnt als eifriges Mitglied und als professioneller Berater in Elektrizitätsfra-gen mitwirkte.
Erst vor wenigen Monaten wurde bei Kurt Müller eine unheilbare Krankheit ent-deckt, die offenbar bereits so fortgeschritten war, dass sie ihn in kurzer Zeit dahinraffte.
Das Andenken an einen liebenswürdigen, engagierten und talentierten Freund und hochgeschätzten Mitmenschen wird bleiben.
Kurt Müller-Heussi
Näfels 1947-2018
Eidg. dipl. Elektroinstallateur
Berufsbildner
Veraltungsrat Elektrizitätswerk Näfels
Ein Erinnerungsbild aus guten Tagen. Kurt Müller-Heussi war auch ein passionierter Pfei-fenraucher, liebte Natur und Beschaulichkeit, war ein gemütlicher und heiterer Kamerad in Gesellschaft und ein verinnerlichter Mensch. In seiner feinen Sensibilität war er auch idea-list und verletzlich, in seinen Entscheidungen konsequent und nachhaltig.
In memoriam
Kurt Müller-Heussi
1947-2017
Er war das erste Kind vor zwei Buben und vier Mädchen. Diese Leadposition be-gleitete ihn seiner Lebtag in Familie und Beruf. Geboren wurde er am 11. April 1947. Seine Eltern: Kurt und Johanna Müller-Giger. Nach der Primar- und Klo-sterschule folgte die Elektrikerlehre beim EW Näfels. Seine Laufbahn war ziel-strebig und geprägt von ständiger Weiterbildung. Er war Swissair-Flugzeugelek-triker, Chefmonteur beim EW Niederurnen und machte die Meisterprüfung.
Weiteres Rüstzeug holte er sich am Institut für technische Ausbildung in Zürich, an der Kaderschule KLZ Zürich und in Berufsschul-Methodikkursen. Schon 1973 war er Fachlehrer in Zürich. Hauptberuflich entwickelte er sich bei Schibli AG, Zü-rich (230 Mitarbeiter) zum Elektroplaner, stellvertretenden Abteilungsleiter der In-genieurabteilung, dann zu deren Chef und zum Lehrlingsausbilder, Leiter von Lehrlingslagern und Praktika. Gefragt waren seine Beiträge in der Hauszeit-schrift.
1983 zurückgekehrt ins Glarnerland wurde er zur gefragten Institution. Er war Kursleiter für Elektrikoausbildung an der Berufsschule Niederurnen für den Ver-band der Elektrounternehmen Linthgebiet und Oberland (V.E.L.O.), gleichzeitig nebenamtlicher Fachlehrer.
Er leitete Weiterbildungskurse, Kurse für die Meisterprüfung, war Elektroplaner und Starkstromkontrolleur. Als er sich in seiner Entwicklungsmöglichkeit immer mehr eingeengt sah, wechselte er 2002 an die Technische Berufsschule Zürich als Fachlehrer, wirkte auch planerisch und bot eine breite Weiterbildungspalette an. Sein Abgangszeugnis zum Ruhestand war exzellent. Weiterhin rief man ihn für Stellvertretungen. Danach stellte er seine Erfahrung der Morach-Technik AG zur Verfügung.
Familiär entsprossen seiner ersten Ehe die Tochter Franziska, der zweiten Ehe mit Ursula Heussi, die ihn liebevoll bis zum Tod begleitete, die beiden Söhne Michael und Kevin.
Wegen seiner Fachkompetenz wurde er von der Gemeinde Näfels in die EW-Kommission berufen. Militärisch war er Wachmeister bei der Übermittlungstruppe (Na Kp 72). Politisch unterstützte er als Umweltsschutzfachmann die Grünen.
2013 wurde er erfolgreich wegen einer Hauterkrankung operiert. Leider kam die-se 2018 wieder zurück. Nach vernichtender Diagnose und rund vier Monaten Lei-denszeit erlöste ihn ein gütiges Schicksal. Er starb am 16. August im Kantons-spital Glarus.
Für mich war Kurt ein gradliniger, hilfsbereiter Kollege an der Berufsschule Zie-gelbrücke wie auch in der EW-Kommission. Als passionierter Pfeifenraucher ver-breitete er Ruhe und Gemütlichkeit. Kurt war eine sehr aufgeschlossene, grad-linige, aber auch sehr sensible Persönlichkeit. Als Lehrer ein grosser Förderer und Ermunterer, als Zukunftsvisionär litt er unter unvernünftigen Argumen-tationen, scheute aber hartnäckige Diskussionen nicht.
Sein Gerechtigkeitssinn und seine Vorbildlichkeit bleiben mit seinem Andenken verbunden.
Dank-, Buss- und Bettag 2018 Fridli Osterhazy
**************************************
"Agätäbroot und Füürälihäiss"
**********************************
Friittig, 4. Abrillä
Mä wiirt vu andernä liäber gschätzt as iigschätzt.
Abrillä oder Ooschter-Munet
Isch eeländ schüü dä-n-im Abrillä, dä gkörsch bimeid die eerschtä Grillä.